Konstantin Humm und Andreas Bastian (rechts), Geschäftsführer der Online-Plattform Plastship. (Bildquelle: Plastship)

Konstantin Humm und Andreas Bastian (rechts), Geschäftsführer der Online-Plattform Plastship. (Bildquelle: Plastship)

Unter dem Motto „Kreislaufwirtschaft weitergedacht“ umfasst der Service des Portals zudem die unabhängige Bewertung der Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen und -produkten für komplette Sortimente sowie ihrer Auswirkungen auf ausgewählte Umweltfaktoren. Ergänzend berät Plastship bei der Optimierung der Produktnachhaltigkeit im Sinne des Design for Recycling und zum Einsatz von Regranulaten. Die neue Plattform ist in Deutsch und Englisch verfügbar.

Einheitlicher Standard sorgt für Vergleichbarkeit

Auf Plastship können Spotmengen, beispielsweise aus Überkapazitäten oder in Form von Offspec-Waren, ebenso einstellen und abrufen wie Regranulat-Typenware aus konstanter Produktion. Über Materialien hinaus sieht das Konzept auch vor, dass Lohnleistungen vom Vermahlen oder Lagern bis hin zum Compoundieren gesucht und angeboten werden. Ebenfalls in das Portal integriert ist die Möglichkeit, entsprechende Ausschreibungen zu platzieren, wenn eine Suche nicht direkt zu einem Ergebnis führt. Alle dort verfügbaren Angebots- und Suchfunktionen sind kostenlos nutzbar. Eine Provisionszahlung ist erst mit Vertragsschluss zwischen Nutzern fällig.

Andreas Bastian, Geschäftsführer Plastship erläutert: „Die drei wichtigsten Ziele von Plastship sind, neue Anwendungsgebiete für recycelte Kunststoffe zu etablieren, den Einsatz von recycelten Kunststoffen zu vereinfachen und zu beschleunigen sowie einheitliche Qualitäts- und Informationsstandards für recycelte Kunststoffe aufzubauen. Dazu bieten wir einen umfangreichen Support für alle Beteiligten. Eine durchdachte, anwenderfreundliche Nutzerführung erleichtert die Erfassung des Typs und der Eigenschaften sowie gegebenenfalls der Handelsnamen aller angebotenen Materialien. Dabei sorgt ein einheitlicher Standard für Vergleichbarkeit. Über die Vermittlung von Werkstoffen hinaus kann der Support auch die Organisation des Materialtransports und die Lieferung von Mustermengen einschließen. Kunststoffrecycler erhalten so über Plastship einen einfachen, schnellen Zugang zu neuen Abnehmern und können die eingesparte Zeit für ihr Kerngeschäft nutzen.“

Probebetrieb war erfolgreich

Auch kleineren Unternehmen der Branche bietet die Zusammenarbeit mit Plastship Möglichkeiten, Kosten im Vertrieb einzusparen. Für Markeninhaber kann Plastship den Einsatz von Regranulaten vom Beginn eines Projekts bis zur erfolgreichen Umsetzung begleiten.

Die neue Plattform läuft bereits seit rund einem Vierteljahr im Probebetrieb mit Pilotkunden und bietet dadurch bereits mit der offiziellen Aufnahme der Geschäftstätigkeit ein attraktives Angebot an Regranulaten und Mahlgütern. Dazu Geschäftsführer Konstantin Humm: „Die Diskussion über die sinnvolle Nutzung von Kunststoffen war nie intensiver als heute, und die Vorgaben der EU für die Wiederverwertung von Kunststoffen sind hoch anspruchsvoll. Daher kommt dem Einsatz von Rezyklaten eine steigende, auch verkaufsunterstützend nutzbare Bedeutung zu. Herstellern von Kunststoffprodukten, die bei diesem Trend vorangehen wollen, bietet die neue Plattform von Beginn an ein attraktives Forum zur Deckung des stark wachsenden Bedarfs an hochwertiger Recyclingware, die spezifische Anforderungen erfüllt.“ (sf)