Firmengebäude der Wittmann Kunststoffgeräte in Wien. (Bildquelle: Wittamnn)

Firmengebäude der Wittmann Kunststoffgeräte in Wien. (Bildquelle: Wittmann)

Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Wittmann Gruppe einen Umsatz von 425 Mio. EUR, was einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von knapp 6 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist laut Michael Wittmann, Geschäftsführer der Wittmann Gruppe, äußerst zufriedenstellend. Der Mitarbeiterstand der Gruppe lag mit 2.415 über dem Vorjahresniveau. Den sehr guten Auftragseingängen im ersten Halbjahr 2018 stand ein Rückgang im zweiten Halbjahr, insbesondere in den Monaten November und Dezember gegenüber. In Summe konnte das Unternehmen aber das Geschäftsjahr 2019 mit einem guten Auftragspolster beginnen.

Bauaktivitäten abgeschlossen

Wittmann Battenfeld, Kottingbrunn, schloss im vergangenen Jahr umfangreiche Bauaktivitäten ab. Die Produktionsfläche wurde um 2.200 m² erweitert und im Verwaltungsbereich wurden Neubauten errichtet. Darüber hinaus wurde ein neues Entwicklungstechnikum gebaut. In der Produktion wurden die Installationen der Linienfertigungen für Eco Power und Smart Power ab 1.800 kN Schließkraft abgeschlossen.

Zusätzlich zu den Erweiterungen in Kottingbrunn wurden die Wittmann Standorte in Nürnberg und in der Tschechischen Republik ausgebaut. Erweiterungen fanden auch in Mexiko und Italien statt. Ein begonnener Neubau eines größeren Gebäudes in Frankreich wurde ebenfalls abgeschlossen und die neuen Räumlichkeiten Ende April dieses Jahres bezogen.

Produktportfolio ausgeweitet

Die umfassenden Aktivitäten der Wittmann Gruppe in Bezug auf Industrie 4.0 wurden im September 2018 um die Beteiligung am italienischen MES Hersteller ICE-Flex ergänzt. Die Wittmann 4.0 Technologien der Gruppe können nun noch nahtloser in das MES Programm TEMI+ integriert werden.
Bei den Produkt-Neueinführungen ist vor allem die Vertikalmaschine V-Power von Wittmann Battenfeld zu erwähnen, die auf der Fakuma erstmals in der Baugröße 160 Tonnen einem breiten Publikum vorgestellt wurde. In 2019 wird die Maschine um weitere Schließkraftgrößen erweitert. Im Robotbereich wurden die beliebte Primus Serie und die High-End Robotserie WX um zusätzliche Modelle ergänzt. Bei den Peripheriegeräten ist speziell die Vorstellung der neuen Zahnwalzenmühle S-Max erwähnenswert.

Das Jahr 2019 hat für die Gruppe mit einem Auftragseingang auf dem Niveau des Jahres 2016 begonnen. Michael Wittmann, Geschäftsführer der Wittmann Gruppe: „Das Investitionsverhalten in unserer Branche wurde nun endgültig durch unzählige politische und wirtschaftliche Unsicherheiten und Diskussionen nachhaltig beeinflusst und eingebremst. Uns war sehr wohl bewusst, dass die unvorstellbare Rekordjagd der letzten 10 Jahre irgendwann ein Ende finden würde. Die Verlangsamung hat eben im letzten Quartal 2018 begonnen. Wir gehen davon aus, dass das Jahr 2019 auf dem aktuellen Niveau weiterlaufen wird.“ (sf)