Preisträger und Organisatoren auf dem 28. Leobener Kunststoff-Kolloquim. (Bildquelle: PCCL)

Preisträger und Organisatoren auf dem 28. Leobener Kunststoff-Kolloquim. (Bildquelle: PCCL)

Mit dem Polymer Science School Award sollen zukunftsweisende Ideen und innovative Diplom- und vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern zum Thema Kunststoff ausgezeichnet werden. Die offizielle Verleihung der drei Gewinnerteams fand am 25. April im Rahmen des Kunststoff-Kolloquiums statt. Bei den ausgezeichneten Arbeiten wurde thematisch der Bogen von der Optimierung kompostierfähigen Lebensmittelverpackungen über die Herstellung eines Carbon-Fahrradrahmens bis hin zur Messung und Bewertung des Einflusses einzelner Prozessparameter für anspruchsvolle Bauteile aus glasfaserverstärkten Polymeren gespannt. Im Anschluss an die Verleihung hatten die Preisträger und Preisträgerinnen noch Gelegenheit, sich mit erfahrenen Kunststoff-Experten auszutauschen und zu vernetzen.

Die Preisträger des Polymer Science School Award

  • 1. Preis: Anna-Maria Monks und Judith Nachbagauer (TGM) für Optimierung kompostierfähiger Lebensmittelverpackungen“: Die beiden Schülerinnen aus Wien haben sich in ihrer Diplomarbeit mit der Entwicklung von Biopolymeren, der mechanisch/thermischen Prüfung des Materials, der Herstellung von Bauteilen (Kaffeekapseln) und Prüfung der Produkteigenschaften beschäftigt.
  • 2. Preis: Felix Schmiedhofer und Lukas Fink (HTBL Kapfenberg) für „Production of a carbon bicycle frame by means of rapid prototyping“: In ihrer Diplomarbeit entwickelten die beiden Schüler aus der Steiermark ein Produktionsverfahren für Fahrrad-Prototypen aus Carbon-Fasern. Um die Struktur und noch zu verbessern haben sie außerdem Berechnungen in einem FEM-Modell angestellt.
  • 3. Preis:  Jana Hochegger und Johannes Wagner (HTL Bregenz) für „Einfluss der Prozessparameter auf die Faserlängenverteilung von kurzglasfaserverstärkten Polyamiden und die daraus resultierenden mechanischen Eigenschaften“: Hochegger und Wagner führten Versuche durch, um die Glasfaserlängenverteilung sowie die Viskositätszahl zu ermitteln und ergänzten diese mit Ergebnissen aus mechanischen Test. Heraus kamen Prozessparameter, die eine Verbesserung der Teilequalität ermöglichen.

Das Kunststoff-Kolloquium im April 2020 wird ganz unter dem Motto „50 Jahre Kunststofftechnik Leoben“ stehen. Es wird einen Einblick in die Anfangszeiten der Kunststofftechnik in Leoben und die Entwicklung der letzten 50 Jahren bieten und auch Ausblicke in eine spannende Zukunft.