Heißwaschanlage (Bildquelle: Herbold)

Heißwaschanlage (Bildquelle: Herbold)

Ein wesentlicher Verfahrensschritt hin zu verbesserter Qualität ist die Heißwäsche. Die Anforderung, hohe Recyclingqualität in großen Mengen zu erzeugen, hat Herbold, Meckesheim, mit der Integration dieses Prozessschrittes aus dem PET-Flaschenrecycling in andere Bereiche des Kunststoffrecyclings erfüllt. Zunächst wurden gebrauchte PET-Flaschen maximal vorgereinigt. Mittlerweile ist das Verfahren des Heißwaschens auch für andere Artikel wie Tiefziehfolien, Trays und Folien aus der Verpackungsindustrie im Einsatz und wurde für PO-Folien weiterentwickelt. Das Heißwaschverfahren erzielt bei optimierten Temperaturen, passender Verweildauer mit dosiertem Einsatz von Zusatzstoffen ein sehr gutes Reinigungsergebnis. Das Endergebnis der sauberen Flakes spricht für sich: Fettige Verunreinigungen durch Reste werden gelöst und ebenso ausgespült wie Etikettenkleber und –Reste. Dieses Flakematerial ist geruchsreduziert, klar und vergilbungsfrei. Während zur Abfilterung von Fremdpartikeln in der Schmelzefiltration gewöhnlich 80 – 110 µm als Industriestandard gilt, sind es bei heißgewaschenem Flakematerial nur 40 µm. Der Ursprung des zu recycelnden Materials – Abfall aus dem Hausmüll – ist im Endergebnis nicht mehr erkennbar.  Die Recyclat-Verbesserungen und die dadurch möglichen großindustriellen Mengen durch die Heißwaschanlagen sind im PET-Recycling eine wichtige vorgeschaltete Stufe für die Herstellung von lebensmitteltauglichem Material für Preforms oder Tiefziehfolien.