Preisverleihung in Amsterdam: Dr. Manica Ulcnik-Krump, Interseroh, und Michael Heitzinger, Erema, nehmen den Award entgegen. (Bildquelle: Alba-Group)

Preisverleihung in Amsterdam: Dr. Manica Ulcnik-Krump, Interseroh, und Michael Heitzinger, Erema, nehmen den Award entgegen. (Bildquelle: Alba-Group)

Mit dem Kaskadensystem ist es erstmals möglich, maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen. Die Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagten Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin der Business Unit Recycled-Resource bei Interseroh, und Michael Heitzinger, Geschäftsführer von Erema, Ansfelden, Österreich. „Corema ist der beste Beleg für die starke Innovationskraft, die bei der Zusammenarbeit von Recyclingdienstleister und Technologiehersteller entsteht.“ Das System bezeichneten sie als ein Meilenstein in der Entwicklung des mechanischen Kunststoffrecyclings. „Corema ermöglicht es uns, die Wünsche unserer Kunden noch präziser und deutlich nachhaltiger zu erfüllen“, ergänzte Dr. Ulcnik-Krump.

Interseroh, Köln, arbeitet bereits seit Jahren an der Entwicklung hochwertiger Kunststoff-Rezyklate für unterschiedliche Marktanforderungen durch mechanisches Recycling von Polyolefinen. Der Einsatz des neuen Systems verkürzt den Herstellungsprozess der Recompounds nun deutlich: Ein „One-Extrusion-Process“ ermöglicht passgenaue Rezepturen je nach Wunsch des Kunden in nur einem Schritt statt wie bisher in zwei Schritten. Direkt im Herstellungsprozess werden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40 Prozent beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolgt dabei digital und in Echtzeit. So kann Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen herstellen. Zudem senkt der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spart das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein.