In Bologna werden auch Praxisbeispiele für die Einsatzmöglichkeiten des Freeformers in der Medizintechnik gezeigt. (Bildquelle: Arburg)

In Bologna werden auch Praxisbeispiele für die Einsatzmöglichkeiten des Freeformers in der Medizintechnik gezeigt. (Bildquelle: Arburg)

„Arburg verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Medizintechnik. Wir bieten innovative Spritzgießtechnik und maßgeschneiderte Reinraum- und Turnkey-Lösungen für die produktionseffiziente Kunststoffverarbeitung. Hinzu kommt der Freeformer, der medizinisch zugelassene Originalmaterialien additiv zu Funktionsbauteilen verarbeiten kann und mit dem sich ganz neue Anwendungen erschließen lassen“, betont Raffaele Abbruzzetti, Geschäftsführer von Arburg Italien. „Dieses Potenzial hat auch die renommierte Universität in Bologna erkannt, die den Freeformer unter anderem für die Materialentwicklung einsetzt.“

Potenziale der additiven Fertigung

Dr. Didier von Zeppelin, Manager Additive Manufacturing bei Arburg, Loßburg, hatte gemeinsam mit Ivan Panfiglio von Arburg Italien die Universität Bologna bei der Inbetriebnahme des Freeformers unterstützt und anwendungstechnisch geschult. Er präsentiert auf dem Seminar das AKF-Verfahren, verfügbare Originalmaterialien und die Möglichkeit, Prozessparameter und damit die Bauteil­eigenschaften gezielt beeinflussen zu können. Zudem stellt er Funktionsbauteile aus resorbierbaren und FDA-zugelassenen Materialien vor.Von Zeppelin geht weiterhin darauf ein, wie sich der Freeformer automatisiert in IT-vernetzte Fertigungslinien integrieren lässt, um „on demand“ in Losgröße 1 zu fertigen. Darüber hinaus berichtet er über die Erfahrungen, die Kunden wie Aesculap und Samaplast bereits mit dem AKF-Verfahren gesammelt haben. Einen Marktüberblick, Branchentrends und das Gesamtangebot von Arburg für die Medizintechnik wird Martin Manka, Senior Sales Manager Medical bei Arburg, geben. Dazu zählen Reinraum­konzepte, Mehrkomponententechnik zum Beispiel für das Spritzgießen von gebrauchsfertigen Labs-on-a-Chip, die Verarbeitung resorbierbarer Materialien und das Arburg-Leitrechnersystem ALS für die GMP-gerechte Dokumentation von Prozessdaten. Zudem präsentiert Martin Manka, welche Potenziale der Freeformer gerade auch in Bezug auf die EU-weit geltende „Medical Device Regulation“ bietet, die eine Rückverfolgbarkeit bis hin zum Einzelteil fordert.

Aktuelle F&E-Ergebnisse

Prof. Maurizio Fiorini und Mattia Mele, der im Universitäts-Labor vorwiegend am Freeformer arbeitet, werden erste Ergebnisse für die industrielle additive Fertigung vorstellen. Schließlich wird Prof. Luca Tomesani einen Vortrag zum neu eröffneten Kompetenzzentrum „BI-REX“ (Big Date Innovation & Research Excellence) halten. In dieser Pilotfabrik für Industrie 4.0 sollen ab Jahresende neue Technologien entwickelt werden. Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Räumlichkeiten im Institiut und den dort platzierten Freeformer in Augenschein zu nehmen.