Im ersten Quartal 2019 hat sich gemäß Mitteilung von Gerresheimer das Geschäft mit Injektionsfläschchen, Ampullen und Karpulen gut entwickelt, ebenso wie mit Behälterglas für Medikamente und Kosmetik. Deutlich gestiegen sind auch die Umsatzerlöse mit vorfüllbaren Glasspritzen. Pharmazeutische Verpackungen aus Kunststoff verkauften sich in Europa und den Schwellenländern, insbesondere in Brasilien, gut. Die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA war geringer, da es anders als im Vorjahreszeitraum keine erhöhte Nachfrage aufgrund der Grippesaison gab.

Wachstumsprojekte alle im Plan

Reinraumfertigung bei Gerresheimer am Standort Bünde. (Bildquelle: Gerresheimer)

Reinraumfertigung bei Gerresheimer am Standort Bünde. (Bildquelle: Gerresheimer)

Gerresheimer hat der Mitteilung zufolge zahlreiche Projekte für profitables Wachstum sowie höhere Produktivität gestartet, die alle liegen im Plan liegen. Dazu gehört das neue Werk in Skopje in der Republik Nordmazedonien, das 2020 fertiggestellt und mit der Produktion starten soll. Dort werden Produktionskapazitäten für medizinische Kunststoffsysteme sowie mittelfristig auch für vorfüllbare Glasspritzen geschaffen. Außerdem hat Gerresheimer eine Mehrheitsbeteiligung an einem Start-Up Projekt zur Inhalations-Messung erworben. Dieses Projekt wird im Rahmen des neuen Geschäftsbereiches Advanced Technologies weiterentwickelt.

Konkret wurden im ersten Quartal 2019 Investitionen im Umfang von 16,7 Mio. EUR getätigt. Schwerpunkte waren der weitere Ausbau der Inhalator-Produktion im Werk in Horsovsky Tyn in Tschechien sowie der Ausbau weiterer Produktionskapazitäten und des Produktportfolios. Weitere Investitionen betreffen die geplante Ofenerneuerung im Behälterglaswerk in Essen sowie die Modernisierung und Automatisierung der Produktions-anlagen mehrerer Werke.

Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA ist von 53,4 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 145,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2019 gestiegen. Darin enthalten ist der Sondereffekt aus einem sonstigen betrieblichen Ertrag von 92,3 Mio. EUR aufgrund der Ausbuchung von bedingten Kauf-preisbestandteilen aus dem Erwerb der Sensile Medical. Außerdem wurde im ersten Quartal 2019 kein Adjusted EBITDA aus dem 2018 verlorenen Inhalator-Auftrag erzielt. Ohne diese beiden Sondereffekte läge das währungsbereinigte Adjusted EBITDA im ersten Quartal 2019 mit 53,2 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal.  Das bereinigte Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug  109,2 Mio. EUR nach einem Vorjahreswert von EUR 58,1 Mio. Das erste Quartal 2019 wurde dabei wesentlich durch den positiven Effekt aus der Ausbuchung von den bedingten Kaufpreisbestandteilen beeinflusst, wohingegen das Vorjahresquartal durch den Steuerertrag aufgrund der Neubewertung der bilanzierten latenten Steuern der US-Steuerreform beeinflusst (43,6 Mio. EUR) wurde.

Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr 2019 geht Gerresheimer von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen: Im Geschäftsjahr 2019 sollen die Umsatzerlöse in einer Bandbreite von rund 1,4 Mrd. bis 1,45 Mrd. EUR liegen. Im Geschäftsjahr 2019 rechnet das Unternehmen mit einem Adjusted EBITDA von rund 387 Mio. EUR (Bandbreite: plus/minus 5 Mio. EUR) nach einem Vergleichswert von 289,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Die Anpassung der zuvor erwarteten 295 Mio. EUR liegt an dem bereits im 1. Quartal 2019 realisierten sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 92,3 Mio. EUR. Die Investitionen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen werden 2019 bei rund 12 Prozent liegen.