BASF erhöht die Produktionskapazität für Alkylethanolamine am Verbundstandort Ludwigshafen um 20 Prozent. (Bildquelle: BASF)

BASF erhöht die Produktionskapazität für Alkylethanolamine am Verbundstandort Ludwigshafen um 20 Prozent. Durch die Vermeidung unerwarteter Stillstände erhöht das Unternehmen die Zuverlässigkeit seiner Anlagen. Die BASF setzt auf die vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) der Anlagen. Mitarbeiter überprüfen in einer Amine-Produktionsanlage einen Sensor an einer Pumpe, um den Wartungsbedarf zu ermitteln. (Bildquelle: BASF)

Bei Unternehmen in den Bereichen Wasseraufbereitung und Gaswäsche ist die Nachfrage nach Produkten aus dem Portfolio der Alkylethanolamine gestiegen. Um diese abdecken zu können, hat sich das Unternehmen zur Kapazitätserweiterung entschlossen. „Von den zusätzlichen Kapazitäten in Ludwigshafen profitiert in erster Linie unser starker Kundenstamm in Europa“, sagt Dr. Frank Stein, Senior Vice President, BASF Intermediates Amine Europa.

Alkylethanolamine als Vorprodukt

Alkylethanolamine bewähren sich hauptsächlich als Vorprodukte für Flockungsmittel zur Wasseraufbereitung sowie in der Lackindustrie als Bindemittel zwischen Pigmenten und Harzen. Darüber hinaus kommen AEOA bei der Gaswäsche, in Weichspülern, als Schmiermittel in Flüssigkeiten zur Metallbearbeitung und zur Herstellung von Polyurethanen zum Einsatz.
Die BASF verfügt mit etwa 300 verschiedenen Aminen über ein vielfältiges Sortiment an diesen chemischen Zwischenprodukten. Neben Alkyl-, Alkanol- und Alkoxyalkylaminen bietet das Unternehmen auch heterozyklische und aromatische Amine sowie Spezialamine an. Dazu kommt ein wachsendes Portfolio an chiralen Aminen mit hoher optischer und chemischer Reinheit. Eingesetzt werden die vielseitigen Produkte vor allem zur Herstellung von Prozesschemikalien, Pharmazeutika und Pflanzenschutzmitteln sowie von kosmetischen Produkten und Reinigungsmitteln. Dazu kommt die Produktion von Lacken, Spezialkunststoffen, Verbundwerkstoffen sowie von Spezialfasern. (sf)