Der Technische Kunststoff ermöglicht die Realisierung des Brennstoffzellensystems (Bildquelle: BASF)

Der Technische Kunststoff ermöglicht die Realisierung des Brennstoffzellensystems.(Bildquelle: BASF)

Eingesetzt wird diese Lösung serienmäßig im neuen Mercedes GLC-F-Cell, die über eine Kombination aus Brennstoffzelle und nachladbarer Lithium-Ionen-Batterie verfügt. Die hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen in der Automobilindustrie stellen große Herausforderungen an die Materialien. Mit vielseitigen und hochentwickelten Polyamiden, Polybutylenterephthalaten, Polyphthalamiden und den Kunststoffen Polyoximethylen sowie Polyethersulfon begleitet BASF, Ludwigshafen, Neuentwicklungen der Automobilhersteller. Beim Mercedes GLC-F-Cell überzeugt das Polyamid aufgrund seines umfangreichen Profils: gute thermische und chemische Beständigkeit, dynamische Festigkeit, Zähigkeit und gute Dauergebrauchseigenschaften. Das Entwicklungsprojekt wurde ins Leben gerufen, um die umfangreichen Anforderungen optimal zu erfüllen: Temperaturbeständigkeit, Medienresistenz, Langlebigkeit. Aufgrund der Materialbasis sowie intensiven Werkstoffanalysen hinsichtlich der chemischen und mechanischen Beständigkeit wählten die beteiligten Unternehmen die maßgeschneiderten Typen A3WG10-CR und A3EG7-EQ aus. Nach erfolgreicher Erprobung aller Komponenten werden die beiden glasfaserverstärkten Materialien nun serienmäßig zur Herstellung der Anoden- und Kathodenendplatte in der Brennstoffzelle eingesetzt. Mit A3EG7-EQ steht ein Material zur Verfügung, welches aufgrund besonderer Reinheitsanforderungen für sensible Anwendungen in der Elektroindustrie bestens geeignet ist. Bei der Medienverteilerplatte und der Wasserabscheidereinheit, die mit dem Kühlwasser-, Luft- und Wasserstoffkanal unterschiedlichsten Medien ausgesetzt sind, beweist es eine sehr gute Beständigkeit.