GKV zeigt sich besorgt angesichts der Ausbildungssituation

Immer weniger Auszubildende: Der GKV rät den Branchenunternehmen, ihr Ausbildungsmarketing zu verstärken. (Bildquelle: Coka – stock.adobe.com)

Im vergangenen Jahr konnten 2.358 neue Ausbildungsverträge zum Verfahrensmechaniker/zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuk­technik abgeschlossen werden. Das waren 0,9 Prozent weniger als im Jahr 2017. Derzeit bildet die kunststoffverarbeitende Industrie in dem dreijährigen Ausbildungsberuf 6.434 junge Menschen aus. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und dem sich abzeichnenden demografischen Wandel ist die Kunststoff­industrie dringend auf ausreichenden Fachkräftenachwuchs angewiesen.

Nur acht Prozent Frauenquote

Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. und im GKV zuständig für den Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung, rät Unternehmen mehr ins Ausbildungs­marketing zu investieren, um zukünftige Fachkräfte für sich zu gewinnen. Aber auch hinsichtlich der aktuellen Frauenquote von 8 Prozent müssen Unternehmen aktiv werden und ihre Möglichkeiten zukünftig ausschöpfen.

Die Ursache für den anhalten Abwärtstrend liegt gemäß GKV vor allem an dem Wunsch vieler Schulabgänger nach einem höheren Bildungsabschluss sowie dem allgemeinen Rückgang der Schülerzahlen. Dabei biete die berufliche Ausbildung einen hervorragenden Start ins Berufsleben, der sich auszahlt. „Mit einer Ausbildung als Verfahrensmechaniker/in stehen Schülerinnen und Schüler später alle Möglichkeiten offen“, betont Ralf Olsen.