Thomas Abel (links), Senior Vice President Projects, Borealis, mit Giovanni Sale, Tecnimont Group Corporate Strategy Senior VP. (Bildquelle: Borealis)

Thomas Abel (links), Senior Vice President Projects, Borealis, mit Giovanni Sale, Tecnimont Group Corporate Strategy Senior VP nach der Beauftragung der Propan-Dehydrierungsanlage. (Bildquelle: Borealis)

Eine Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) ist ein wesentlicher Prozessschritt beim Herstellen von Propylen aus Propan. Propylen ist einer der wichtigsten Bausteine der gesamten chemischen Industrie und der Rohstoff, der für die Herstellung von Polypropylen (PP) benötigt wird. PP wiederum ist einer der meistgenutzten Kunststoffe und bildet die Grundlage zahlreicher Industrieanwendungen. Diese kommen in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz – vom Automobilsektor über die Textilbranche bis hin zu Lebensmittelverpackungen, Healthcare, Energie und in vielen anderen Bereichen.

Inbetriebnahme Mitte 2022 geplant

Die PDH-Anlage wird an einem bestehenden Borealis-Standort Kallo errichtet. Dieser wurde aufgrund der guten logistischen Lage und der Erfahrung in der Propylenproduktion ausgewählt. Zudem sollen aber auch Synergieeffekte mit der bestehenden PDH-Anlage genutzt werden. Die neue Anlage wird sich der Oleflex-Technologie von Honeywell UOP bedienen – eine weit verbreitete, zuverlässige und nachhaltige Wahl für die zweckorientierte Propylenproduktion. Die Inbetriebnahme der Anlage mit einem Gesamtauftragsvolumen von 90 Mio. EUR ist für Mitte 2022 geplant.
„Investitionen in unsere europäischen Anlagen sind von grundlegender Bedeutung, um unserer Verpflichtung, der bevorzugte Basischemikalien- und Polyolefinlieferant unserer Kunden zu sein, gerecht zu werden“, erklärt Alfred Stern, Borealis‘ Vorstandsvorsitzender. „In einem Marktumfeld, das durch die steigende europäische Nachfrage nach Propylen geprägt ist, wird unsere hochmoderne PDH-Anlage in Kallo neue Maßstäbe in Bezug auf Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit setzen. Mit der Erhöhung der Energieeffizenz durch den Einsatz einer Kraft-Wärme-Kopplung wird die Anlage eine der energieeffizientesten Olefinanlagen weltweit sein, die Propylen produziert.“
„Wir sind stolz darauf, Teil dieses neuen PDH-Projekts sein zu dürfen. Das Projekt ist eine wegweisende Initiative, mit der wir der europäischen Petrochemie-Wertschöpfungskette einen spürbaren Impuls geben werden“, erklärt Pierroberto Folgiero, Vorstandsvorsitzender von Maire Tecnimont. „Unser technischer Ansatz bei der Verarbeitung natürlicher Ressourcen sowie unsere spezielle Kompetenz im Polyolefinbereich haben uns zum bevorzugten Partner von führenden Industrieunternehmen wie Borealis gemacht.“ (sf)