Blick auf die gefüllten Hallen der Chinaplas 2018. (Bildquelle: Adsale Exhibition Services)

Blick auf die gefüllten Hallen der Chinaplas 2018. (Bildquelle: Adsale Exhibition Services)

Weltweit herrscht Einigkeit, dass die Kreislaufwirtschaft gefördert werden muss. Die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit ist eine wichtige chinesische Strategie in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. In diesem Zusammenhang ergeben sich große Potenziale und vielfältige Marktchancen.

Große Namen setzen auf recycelte Kunststoffe

Immer mehr große Marken stellen Unternehmensrichtlinien auf, in denen Umweltschutz und Recycling eine wichtige Rolle spielen. 2017 verkaufte Adidas eine Million Paar Laufschuhe, die aus Plastikmüll aus den Weltmeeren hergestellt wurden. Das Unternehmen plant, den Einsatz neuer Kunststoffe bis 2024 ganz einzustellen und danach nur noch recycelte Kunststoffe als Rohstoffe zu verwenden. Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz gab bekannt, dass bis 2025 100 Prozent seiner Verpackungen recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar sein werden. Führende Unternehmen wie Coca-Cola, Unilever, Volvo, IKEA, Nike und H&M haben ebenfalls angekündigt, recycelte Kunststoffe einzusetzen. Gree Electric Appliances, einer der größten chinesischen Hersteller von elektrischen und elektronischen Haushaltsgeräten, investierte ebenfalls in den Aufbau eines Unternehmens für nachwachsende Rohstoffe. Dieses wird sich mit dem Recycling und der Demontage gebrauchter Elektro- und Elektronikgeräte beschäftigen und einen Wiederverwertungskreislauf in der Wertschöpfungskette bei Haushaltsgeräten umsetzen.

Der Kern der Kreislaufwirtschaft ist das Nutzen und Wiederverwerten von Ressourcen, und das Recycling von Kunststoffabfällen ist ein unverzichtbarer Teil davon. Es wird prognostiziert, dass China bis 2025 feste Siedlungsabfälle in einem Umfang produzieren wird, der fast ein Viertel der weltweiten Gesamtmenge ausmacht.

System zum Rückgewinnen nachwachsender Rohstoffe wird reformiert

Laut Statistik beliefen sich die nach China importierten Altkunststoffe im Jahr 2016 auf 7,3 Mio. Tonnen. Mit einem Wert von 3,7 Mrd. US-Dollar machte das 56 Prozent der weltweiten Gesamtimporte von Altkunststoffen aus. In der Vergangenheit war die Abfallverarbeitungs- und Recyclingindustrie stark auf Importe angewiesen, da es keine durchgängige Recyclingkette gab und zugleich die Recyclingquote und der Anteil des Recyclings im großen Maßstab gering sind. Mit der Umsetzung des Einfuhrverbots nach China wird sich die Rohstoffknappheit verschärfen, und das Recyclingsystem für nachwachsende Rohstoffe muss daher dringend geändert werden.

Konferenz und Innovationsschau zu Kunststoff-Recycling und Kreislaufwirtschaft

Zusätzlich zum Ausbau der Zone für Recyclingtechnologie wird im Rahmen der Chinaplas 2019 auch eine Konferenz zu Kunststoffrecycling und Kreislaufwirtschaft organisiert. Die gesamte Industriekette, von Richtlinien und Vorschriften über Recycling-Technologien bis hin zu innovativen Backend-Anwendungen, wird von Experten der Branche eingehend analysiert und erläutert. Dabei werden auch Branchentrends, Chancen, Herausforderungen und Lösungen diskutiert.

Die Chinaplas 2019 findet im China Import and Export Complex, Pazhou, Guangzhou statt. Auf einer Ausstellungsfläche von über 250.000 qm präsentieren schätzungsweise mehr als 3.500 Industrieunternehmen aus aller Welt mindestens Fachbesuchern aus 150 Ländern und Regionen ihre Produkte und Lösungen.

Weitere Informationen zur Chinaplas 2019 und zur Vorregistrierung finden Sie unter www.ChinaplasOnline.com.