Eine im LFI-Verfahren hergestellte Abdeckung für Landmaschinen. (Bildquelle: KraussMaffei)

Eine im LFI-Verfahren hergestellte Abdeckung für Landmaschinen. (Bildquelle: KraussMaffei)

Im Mittelpunkt stehen neue Verfahren und Anwendungen sowohl thermoplastischer als auch duroplastischer Matrixmaterialien wie das Fiber-Form-Verfahren, die Pultrusion oder das UD-Tapelegen. Wie sich der Systemgedanke in serienreifen Prozessen umsetzen lässt, untermauern die Münchner mit dem Fiber-Form-Verfahren. Intelligente Automationslösungen sowie eine dem Spritzgießprozess angepasste Aufheiztechnologie sorgen für Zykluszeiten von unter 60 Sekunden. Erstmalig auf der Messe wird ein endlosfaserverstärktes Serien-Thermoplast-Leichtbauteil mit einer Stückzahl von mehr als 1 Million pro Jahr gezeigt. Für dessen Herstellung werden besonders leichte und stabile Faserverbundwerkstoffe umgeformt und hinterspritzt. Das nur 0,5 mm starke Organoblech gewährleistet die geforderte Steifigkeit bei geringem Eigengewicht und trägt maßgeblich zur Gewichtseinsparung bei. Der Spritzgießprozess unterstützt die Maßeinhaltung der Geometrie und ist für die zusätzlichen Bauteilfunktionen verantwortlich. Mit dem Long-Fiber-Injection-Verfahren präsentiert das Unternehmen eine weitere Systemlösung für den faserverstärkten Leichtbau. Das LFI-Verfahren ist ideal für großflächige, komplexe und zugleich dünnwandige Bauteile. Typische Endanwendungen sind zum Beispiel Abdeckungen für Lkw, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen. Dabei sorgt der hohe Automatisierungsgrad für kurze Zykluszeiten. Die hohen Faservolumengehalte von bis zu 50 Prozent gewährleisten eine hohe Bauteilstabilität bei gleichzeitig niedrigem Gewicht. Die Bauteile verfügen über eine hohe Temperaturfestigkeit, Schlagzähigkeit und werkzeugfallend über direkt verwendbare Oberflächen. Auf der Messe wird ein Serienbauteil einer Traktor-Seitenabdeckung gezeigt.