Laboranlage (Quelle: Roth)

Laboranlage (Quelle: Roth)

Solche Faserverbundhalbzeuge mit vorimprägnierten, teilausgehärteten oder thermoplastischen Kunststoff-Matrizes können in späteren Arbeitsgängen zu fertigen Produkten weiterverarbeitet werden. Die Versuchsanlage verfügt über eine Faserspreizeinheit mit einer Arbeitsbreite von bis zu 600 mm. Das Unternehmen entwickelt Maschinen zur Herstellung von Prepregs nach individuellen Kundenanforderungen. In Zusammenarbeit mit Partnern und Herstellern können diese Optimierungs- oder Verarbeitungstests an ihren oder neuen Matrixsystemen, Fasern und Geweben durchführen, ohne die eigene Produktion dafür zu unterbrechen. Mit der Prepreg-Laboranlage lassen sich sowohl Duromere als auch thermoplastische Matrixsysteme bei bis zu 400 °C verarbeiten. Versuche mit thermoplastischen, aber auch duromerischen Matrixmaterialien, mit Gelegen oder Geweben aller Fasersysteme – etwa aus Carbon, Glas oder Aramid – sind möglich. Mit der Laboranlage können mehrlagige Verbundwerkstoffe aus Geweben, Fasern und Folien hergestellt werden. Ein Streusystem für die Verarbeitung von Pulver oder Granulat anstelle einer Folie ist integrierbar. Als Auftragssysteme für die Matrix werden die Kommarakel- und die Foulardmethode zur Auswahl gestellt. Die Anlage verfügt über ein Spulengatter mit 80 Spulenplätzen, acht Abwicklern, drei Aufwicklern sowie eine spezielle Faserspreizung. Messsysteme, etwa zur Schichtdickenmessung oder zur Oberflächeninspektion, sind einfach integrierbar. Je nach Lagenschichtung und den Eigenschaften der Fasermaterialien ist die Herstellung von Prepregs in allen denkbaren Stärken möglich. Durch ihre Konfiguration und die modulare Bauweise ermöglicht die Laboranlage zudem Testläufe für Beschichtungs- und Laminierprozesse.