Individualisierte Greifer-Varianten für Schachfiguren (Quelle: Arburg)

Individualisierte Greifer-Varianten für Schachfiguren (Quelle: Arburg)

Zudem gibt es ein neues Kundenportal mit Cloud-Lösung und das Leitrechnersystem ALS, eine spezielle MES-Lösung für Kunststoffverarbeiter. Jedes Bauteil erhält im Scada-System automatisch eine eigene Nummer. Die komplette Handhabung übernimmt ein Sechs-Achs-Roboter von Kuka. Er entnimmt eine Greifer-Grundplatte aus dem Schachtmagazin und führt sie der Station „Laserbeschriftung“ zu, wo sie mit einem DM-Code gekennzeichnet wird. Das Einlegeteil wird auf einem Werkstückträger platziert, in der nächsten Station plasmabehandelt und vor dem Einlegen in den Bauraum gescannt. Daraufhin ergänzt der Freeformer 300-3X entsprechend des hinterlegten 3D-Druck-Auftrags die gewünschte funktionale Kontur aus dem Elastomer TPU Desmopan 9370. Der fertige Vakuumgreifer wird entnommen, erneut gescannt und in der Fertigungszelle einer taktilen Funktionsprüfung unterzogen. Das Erfassen und Zusammenführen der Prozess- und Qualitätsdaten übernimmt das Scada-System. Über ein Human-Machine-Interface -Terminal mit Touch-Panel visualisiert es die wichtigen Funktionen der kompletten Fertigungszelle. Der Datentransfer erfolgt über die Kommunika­tionsplattform OPC UA. Über den DM-Code ist jeder Vakuumgreifer zu 100 Prozent rückverfolgbar. Mit drei direkt beheizten Austragseinheiten kann die neue Maschine aus zwei Kunststoff-Komponenten und Stützmaterial komplexe und belastbare Funktionsbauteile in Hart-Weich-Verbindung herstellen. Über die additive Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien hinaus lassen sich durch Kombination von additiver Fertigung, Spritzgießen und Industrie 4.0-Technologien Großserienteile in Losgröße 1 veredeln und individualisieren.