Werkzeugkomponenten können aufgrund des End-to-End-Fertigungsprozesses schneller hergestellt werden. (Bildquelle: Husky)

Werkzeugkomponenten können aufgrund des End-to-End-Fertigungsprozesses schneller hergestellt werden. (Bildquelle: Husky)

„Die Welt erlebt ein beschleunigtes Tempo der Digitalisierung und beeinflusst viele Bereiche unseres Lebens. Husky arbeitet seit einiger Zeit aktiv daran, die Digitalisierung zu fördern“, sagte John Galt, President und CEO von Husky.
Mit dem NGOM-Prozess können kundenspezifische Stapelkomponenten über ein Webinterface konfiguriert und in der Fertigung vollautomatisch hergestellt werden. Da die virtuellen und physischen Umgebungen in einem geschlossenen Kreislauf zusammenwirken, ist das System in der Lage, die gelieferten Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Die Informationen werden in das System zurückgeführt, sodass Prozesse, deren Abarbeiten in der Vergangenheit bis zu Wochen dauerte, in wenigen Stunden erledigt werden können.

Wettbewerbsfähigkeit mit digitalen Lösungen verbessern

„Dieses Projekt ist ein konkretes Beispiel für unsere Strategie der digitalen Innovation im vorrangigen Sektor Industrie 4.0. Das Projekt ist vollständig mit unserer Politik der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung abgestimmt, die darauf abzielt, den Einsatz digitaler Technologien in der Fertigungsindustrie zu unterstützen. Unser wettbewerbsorientiertes Geschäftsumfeld ermöglichte es uns, ein so innovatives Projekt in Luxemburg durchzuführen, das zur technischen und menschlichen Entwicklung der Industrie 4.0 beiträgt“, sagte Etienne Schneider, stellvertretender Premierminister und Wirtschaftsminister.
„Immer mehr Industrieunternehmen weltweit sind auf dem besten Weg zu Industrie 4.0 und verbessern bereits ihre Wettbewerbsfähigkeit mit digitalen Lösungen“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands von Siemens. „Dies gilt für alle Industriezweige mit sich schnell ändernden Marktanforderungen, in denen Produkte immer schneller, flexibler und in immer kleineren Mengen hergestellt werden müssen. Wir freuen uns darauf, weiterhin mit Husky zusammenzuarbeiten, um ihre Fähigkeiten in diesem Bereich zu verbessern.“

Vernetzte Produktionsstandorte

Husky begann Anfang 2017 mit der Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Wirtschaftsministerium und Luxinnovation, um die Forschung und Entwicklung eines End-to-End-Konzepts für digitale Umgebungen zu unterstützen. Mit zunehmender Dynamik des Programms bildet der Normalienhersteller und Werkzeugbauer ein größeres NGOM-Team aus, das vom Luxembourg Digital Skills Bridge Program unterstützt wird. Im Laufe des gleichen Jahres arbeitete das Unternehmen auch mit Siemens an der Softwareentwicklung und dem gesamten Prozessablauf. NGOM begann 2018 mit der Auftragsannahme aus den Pilotlinien und ist nun voll einsatzbereit. Es werden bereits Teile für Verarbeiter in Echtzeit produziert – mit laufender Validierung und geschlossenem Kreislauf zur Industrialisierung der Lösung. Das System kann mit verschiedenen Husky-Standorten in Luxemburg und Kanada verbunden werden. Dies stellt die globale Konsistenz und Transparenz zwischen mehreren Produktionsstandorten sicher. (sf)