Die von Tape-Legezelle nutzt hochauflösende Kameratechnik um aus Tape-Zuschnitten präzise Stacks zu fertigen. (bildquelle: Engel)

Die von Tape-Legezelle nutzt hochauflösende Kameratechnik um aus Tape-Zuschnitten präzise Stacks zu fertigen. (Bildquelle: Engel)

„Der konsequent thermoplastische Ansatz vereinfacht das spätere Recycling der Bauteile“, nennt Christian Wolfsberger, Business Development Manager Composite Technologies von Engel am Stammsitz in Schwertberg, Österreich, einen Grund, weshalb der Organomelt-Prozess eine konstant steigende Nachfrage erfährt. Das Potenzial dieser Technologie wird der Anbieter während der drei Messetage anhand von Musterteilen deutlich machen. Anspruchsvolle Strukturbauteile werden zum Beispiel bereits in den USA in Großserie produziert.

Geringes Gewicht und hohe Sicherheit

Dank eines hohen Organoblech-Anteils zeichnen sich diese Bauteile durch ein besonders geringes Gewicht und sehr gute Crasheigenschaften aus. Das Maschinenbauunternehmen lieferte für die vollautomatisierte Großserienfertigung eine duo Spritzgießmaschine, mehrere Easix Knickarmroboter für die Vorbereitung einer Vielzahl von Metall-Inserts und das Organoblech-Handling, einen viper Linearroboter sowie einen IR-Ofen als integrierte Systemlösung.

Die Umform-Technik eignet sich sowohl für Organobleche als auch für unidirektional (UD) glas- und/oder carbonfaserverstärkte Tapes mit thermoplastischer Matrix. „Tapes ermöglichen es, die einzelnen Bereiche im Bauteil lastgerecht zu verstärken, um sie noch gezielter an die Belastung anzupassen“, so Wolfsberger. „Wir werden zukünftig unterschiedlich dicke Tapes und auch Organobleche und Tapes miteinander kombinieren können, um das Leichtbaupotenzial jeweils optimal auszuschöpfen.“ Um die Effizienz zu steigern, können die Fasergelege inline und im Takt des Spritzgießprozesses gelegt und konsolidiert werden. Engel bietet hierfür aus einer Hand vollständig integrierte Systemlösungen an. Neben Verarbeitungsmaschinen, Robotern und IR-Öfen kommen Pick-and-Place-Tape-Legezellen mit optischer Bildverarbeitung aus der eigenen Entwicklung und Konstruktion zum Einsatz. Gemeinsam mit seinem Partner Fill (Gurten, Österreich) hat das Maschinenbauunternehmen das Angebot jüngst um eine Konsolidieranlage für Fasergelege unterschiedlicher Wanddicken erweitert.