Im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entsteht neben der dort bereits bestehenden Polyamid-12 Produktion ein zusätzlicher Anlagenkomplex zur Herstellung des Polymers und seiner Vorstufen. (Bildquelle: Evonik)

Im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entsteht neben der dort bereits bestehenden Polyamid-12 Produktion ein zusätzlicher Anlagenkomplex zur Herstellung des Polymers und seiner Vorstufen. (Bildquelle: Evonik)

Mit der rund 400 Mio. EUR betragenden, größten Investition von Evonik in Deutschland wird der Konzern seine Gesamtkapazität für Polyamid 12 um mehr als 50 Prozent erhöhen. Im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entstehen dazu neben der dort bereits bestehenden PA-12-Produktion zusätzliche Anlagen für das Polymer und seine Vorstufen.

Chemiepark Marl bietet gute Voraussetzungen

„Dieses Projekt ist eine besondere Herausforderung“, erläutert Dr. Ralf Düssel, Leiter des Geschäftsgebietes High Performance Polymers bei Evonik. Dieser Geschäftsbereich umfasst unter anderem die Produktion von Vestamid und Vestosint, dem PA-12-Granulat und -Pulver von Evonik. In der Evonik-Planungsabteilung arbeiten rund 80 Ingenieure an diesem Projekt. Zusätzlich wurden global agierenden Engineering Dienstleister mit der Detailplanung von Teilprojekten beauftragt. Gebaut wird neben der laufenden Produktion, sodass besondere Sicherheitsstandards gelten. Zu den eigentlichen Baufeldern werden zusätzliche Flächen für Baucontainer, Materiallager und Vormontage benötigt. Hierfür bietet der Chemiepark Marl beste Voraussetzungen.

Polyamid 12 wird in attraktiven Wachstumsmärkten wie dem Automobilbau, der Öl- und Gasindustrie und im 3D-Druck eingesetzt. „Diese Investition unterstützt hervorragend die konsequente Ausrichtung von Evonik auf die Spezialchemie, denn Polyamid 12 ist als Hochleistungspolymer für spezielle Anwendungen ein wichtiger Teil des strategischen Wachstumskerns Smart Materials“, ergänzt Dr. Claus Rettig, Leiter des Segments Resource Efficiency. „Darüber hinaus sind Produkte aus PA 12 meist ressourcenschonend: Sie sind langlebig, zum Beispiel in Gasleitungen, erfordern geringere Wartung als etwa Stahlbauteile und tragen zum Beispiel im Auto zum Leichtbau bei.“ (sf)