Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung des GKV-Ausschusses
Bildungspolitik und Berufsbildung am 24. Januar 2019 in Frankfurt am Main
(Bildquelle: pro-K)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung des GKV-Ausschusses
Bildungspolitik und Berufsbildung am 24. Januar 2019 in Frankfurt am Main
(Bildquelle: pro-K)

Die Sitzung fand am 24. Januar in Frankfurt am Main statt. Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und  Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. und verantwortlich für den Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung im GKV, stellte die aktuelle Ausbildungssituation in der Kunststoff verarbeitenden Industrie vor. Olsen unterstrich, dass der dynamischen Branche vermehrt Fachkräfte fehlen.
Dr. Stephanie Conein vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellte die Ergebnisse des Projekts „Berufsbildung 4.0 – Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen“ vor. Die Pilotinitiative Berufsbildung 4.0 wurde 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem BIBB im Zuge der Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung ins Leben gerufen. Die Ausbildung zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik war einer der ausgewählten Berufe, die im Rahmen des Projekts untersucht wurden. Der GKV ist als Träger des Berufsbildes des wichtigsten Branchenberufs in der Kunststoffverarbeitung in das 2016 gestartete Projekt aktiv eingebunden. Die Untersuchung zeigt unter anderem, dass vor allem in größeren Unternehmen der Digitalisierungsgrad von den befragten Personen höher eingestuft wird. Weiterhin wurde eine Veränderung der berufsbezogenen Tätigkeiten im Zuge der Digitalisierung aufgezeigt.

Die Mitglieder des GKV-Ausschusses sprachen sich vor dem Hintergrund der vorgestellten Projektergebnisse dafür aus, eine Neuordnung des Berufsbildes Verfahrensmechaniker/in in Betracht zu ziehen. Für den kommenden Oktober ist ein Workshop vorgesehen, in dem die Eckpunkte einer möglichen Novellierung vor dem Hintergrund der Studie des BIBB erarbeitet werden sollen.