Krauss Maffei verlegt sein Hauptwerk und die Firmenzentrale von München-Allach nach Parsdorf/Vaterstetten. Das Bild zeigt eine Spritzgießmaschine für die Produktion großvolumiger Verpackungen.(Bildquelle: Krauss Maffei)

Krauss Maffei verlegt sein Hauptwerk und die Firmenzentrale von München-Allach nach Parsdorf/Vaterstetten. Das Bild zeigt eine Spritzgießmaschine für die Produktion großvolumiger Verpackungen. (Bildquelle: Krauss Maffei)

Die Geschäftsführung wird dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern in den kommenden Monaten die Umzugspläne zur Zustimmung vorlegen. „Nach einem knappen Jahrhundert erfolgreicher Arbeit am Standort Allach stoßen wir hier inzwischen deutlich spürbar an unsere Grenzen“, sagt Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss Maffei Group (Krauss Maffei). „Für das nächste Kapitel unserer Geschichte brauchen wir einen zukunftsfähigen, modernen Standort. Wir freuen uns, diesen in Parsdorf gefunden zu haben.“

Das Areal in Parsdorf/Vaterstetten umfasst eine Fläche von 250.000 m2 und bietet Platz für rund 2.500 Arbeitsplätze. Auf dem Gelände sollen unter anderem vier neue Werkshallen, ein Technikum, zwei Verwaltungsgebäude sowie zwei moderne Parkhäuser mit Elektrotankstellen entstehen. „Der Standort Parsdorf eröffnet eine Jahrhundertchance für Krauss Maffei. Wir müssen diese Chance jetzt ergreifen, um langfristig wettbewerbsfähig und auf den globalen Märkten führend zu bleiben. Wir schaffen uns mehr Raum, um unser Wachstum zu beschleunigen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue aufzubauen“, sagt Stieler. Am heutigen Standort in München-Allach sind derzeit rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, adäquate Flächen für eine Erweiterung dort sind nicht vorhanden.

„Mit dem traditionsreichen Maschinenbauer wird ein globales Unternehmen mit großer Innnovationskraft und einer überzeugenden Wachstumsstrategie einziehen und ein neues Kapitel in seiner über 180jährigen Geschichte aufschlagen. Das entspricht auch unserer Firmenphilosophie, die auf langfristigem, nachhaltigem Engagement basiert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit KraussMaffei“, sagt Jan van Geet, CEO von VGP.

Vaterstettens Erster Bürgermeister Georg Reitsberger begrüßt die Ansiedlung des Münchner Technologie-Unternehmens in seiner Gemeinde: „KraussMaffei war immer unser Wunschkandidat für die Entwicklung dieses Gewerbegebietes. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Gemeinde, aber auch für die ganze Region, für den wir schon viele Vorleistungen erbracht haben. Einige Dinge liegen noch vor uns, damit Krauss Maffei sich ansiedeln kann.“

Umzug unterstützt Wachtumsstrategie

Die Verlagerung und Modernisierung des größten Standorts und die damit einhergehende Erweiterung der Kapazitäten ist Teil der Wachstumsstrategie des weltweit tätigen Herstellers von Maschinen für die Kunststoff- und Gummiverarbeitung . Die Strategie sieht vor, in den kommenden Jahren neue Marktsegmente für neue Maschinenbaureihen zu erschließen sowie verstärkt digitale Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Bei den neuen Werken setzt Krauss Maffei auf das Konzept einer „Smart Factory“, um mittels Digitalisierung und modernster Logistik seine Produktivität deutlich zu steigern.

Der Umzug von Krauss Maffei von Allach nach Parsdorf wäre im Jahr 2022 eines der größten Umzugsprojekte im Großraum München seit der Verlegung des Flughafens von Riem nach Erding im Jahr 1992.