Intervallheizpresse (Bildquelle: Rucks)

Intervallheizpresse (Bildquelle: Rucks)

Das bedeutet, dass mit diesem Verfahren sogar Peek verarbeitet werden kann. Im Wesentlichen besteht die Anlage aus sechs Stationen. Die Abwickelstation stellt das zu konsolidierende Material auf Rollen bereit. Ein Einlauftisch sorgt für die Ausrichtung der einzelnen Lagen und mittels inkrementaler Längenmessung wird steuerungsseitig immer der aktuelle Materialverbrauch berechnet. Vor dem eigentlichen Konsolidieren wird das ausgerichtete Material in einer Vorpresse auf etwa 100°C erwärmt und mit einer Presskraft von drei kN vorverdichtet. Mit dem hinter der Presse angeordneten Vorschub wird das Material zusammen mit den Trennblechen semi-kontinuierlich durch die Presse gezogen. Je nach Lagenzahl und Lagendicke können bis zu 1,7 m Laminat pro Minute hergestellt werden. Das Herzstück der Anlage ist die mit einer Gleichlaufhydraulik ausgestattete Heiz-Kühlpresse mit 2.000 kN Presskraft. Diese wird durch vier Kraft- und Lagegeregelte Presszylinder aufgebaut. Besonderes Merkmal der Konstruktion ist neben der sehr hohen Planparallelität von +/- 0,02mm die Möglichkeit, die Heizplatten gezielt schief zu stellen. Materialspezifische Aufheiz- und Abkühlkurven zur Ausbildung der Schmelzfront in Fertigungsrichtung können damit problemlos gefahren werden. Die finale Station der Anlage bildet die Schneidstation, welche das Endlos-Material in definierte Stücke schneidet. Alternativ kann das Material auch mit Aufwicklern auf Rolle gefahren werden. Alle Stationen sind steuerungsseitig miteinander verbunden und realisieren einen vollautomatischen Prozess.