Der neue Hockeyrasen Poligras Tokyo GT  besteht  zu über 60 Prozent aus einem biobasierten Kunststoff. (Bildquelle: Polytan)

Der neue Kunstrasen für das Hockeyspiel besteht zu über 60 Prozent aus einem biobasierten Kunststoff. (Bildquelle: Polytan)

Der Kunstrasen Poligras Tokyo GT (Green Technology) besteht zu 60 Prozent aus Filamenten, die aus dem biobasierten Polyethylen (PE), bekannt unter dem Produktnamen I’m green, von Braskem hergestellt werden. Mit dem Polyethylen aus nachwacsenden Rohstoffen bieten die PE-Monofilamentfasern nicht nur gute Spieleigenschaften, sondern werden auch nachhaltigeproduziert.

 

 

Kunstrasen aus biobasiertem Polyethylen

Der elastische Untergrund sorgt für sehr gute Absorption und stellt gleichzeitig einen wesentlichen Bestandteil des gesamten Hockeyrasens dar. Die neu entwickelte Elastikschicht Polybase GT verbessert die Umweltbilanz des Hockeyrasens. Ein neues Bindemittel stellt eine dauerelastische Verbindung der Granulate sicher und spart CO2 bei der Herstellung ein.

„Der FIH freut sich sehr, Tokyos CO2-neutrale Vision mit dieser neuen Technologie zu unterstützen und so einen positiven Beitrag zu den Olympischen Spielen zu leisten. Der Verband hat ein starkes strategisches Interesse daran, die Umweltbilanz von Hockeyspielen zu verbessern. Dafür sind Partnerschaften mit fortschrittlichen Firmen wie Polytan entscheidend. Für die Herstellung des in Tokyo verwendeten Sportbodens werden zwei Drittel weniger Wasser verbraucht als für die Böden vorangegangener Olympischer Spiele. Der FIH ist überzeugt, dass Hockey durch die Nutzung neuer Technologien bei der Kunstrasenherstellung nachhaltig zum Umweltschutz beitragen kann“, erläutert Thierry Weil, CEO des FIH. „Tokyo hat es sich zum Ziel gesetzt, die ersten CO2-neutralen Olympischen Spiele auszurichten, und wir freuen uns, dass Braskem gemeinsam mit dem FIH und Polytan dazu beitragen kann“, sagt Marco Jansen, Commercial Director, Renewable Chemicals Europe & North America bei Braskem.

Das Ethanol für die Herstellung des Polyethylenwerkstoffs wird aus Zuckerrohr gewonnen und ist damit quasi chemisch identisch zum erdölbasierten PE. Der rein pflanzliche Grundstoff bindet während seines Wachstums das in der Luft vorhandene Kohlendioxid. Auf Grund dieser positiven CO2-Bilanz im Vergleich zu fossilem Polyethylen hat sich Polytan bei der Herstellung seiner Hockeyböden für das biobasierte PE entschieden. Für jedes Kilogramm aus dem Drop-In-PE, das in den Hockeyfelder in Tokyo verwendet wird, können fünf Kilogramm CO2 eingespart werden, so der Hersteller.