BASF eröffnet neue Produktionsanlage in China

Polyamidanlage der BASF in Schanghai, China. (Quelle: BASF)

Während des Genehmigungsprozesses in Europa machte BASF Zugeständnisse, um wettbewerbsrechtliche Bedenken der EU-Kommission auszuräumen. Dies erfordert den Verkauf von Teilen des ursprünglichen Transaktionsumfangs an einen Dritten. Hierbei handelt es sich um Produktionsanlagen und Innovationskompetenzen von Solvay im Bereich der technischen Kunststoffe in Europa. Der Veräußerungsprozess wurde im 4. Quartal 2018 gestartet.

Rückwärtsintegration zum Beispiel bei ADN

Nicht berührt von den Zugeständnissen sind die zu erwerbenden Polyamidgeschäfte in Nord- und Südamerika sowie in Asien. Mit der Übernahme werde BASF wesentliche strategische Ziele erreichen und ihr Polyamid 6.6-Geschäft deutlich stärken, teilte der Konzern mit. Die Akquisition werde das Portfolio von BASF für technische Kunststoffe ergänzen, den Zugang zu wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika verbessern sowie die Wertschöpfungskette durch Rückwärtsintegration bei wesentlichen Rohstoffen wie ADN (Adipodinitril) stärken. Mehrere Störfälle in europäischen ADN-Produktionsanlagen waren im vergangenen Jahr der wesentliche Auslöser für die anhaltenden Engpässe bei der Produktion des Folgeprodukts PA 6.6. Auch die BASF war davon betroffen. Durch die Übernahme des Solvay-Geschäfts könnte der deutsche Konzern zukünftig ADN selber in großem Maßstab herstellen.