Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, (rechts) und Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, haben heute eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Investition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette in Mundra/Indien unterzeichnet. (Bildquelle: BASF)

Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF, (rechts) und Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, haben eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Investition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette in Mundra/Indien unterzeichnet. (Bildquelle: BASF)

In der gemeinsamen Erklärung bekunden BASF und Adani die Absicht, ein Joint Venture mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund zwei Mrd. EUR (etwa INR 16.000 Crore) zu gründen. Der deutsche Konzern wäre Mehrheitseigner. Die potenzielle Investition umfasst die Planung, den Bau und Betrieb von diversen Produktionsanlagen, einschließlich Propandehydrierung (PDH), Oxo-C4-Komplex (Butanole und 2-Ethylhexanol), Acrylsäure rein (GAA), Butylacrylat (BA) sowie möglicher weiterer nachgelagerter Produkte. Das Produktangebot richtet sich vorwiegend an den indischen Markt, um dessen vielfältige lokale Industriezweige, darunter Bau, Automobil und Lacke, zu bedienen. Derzeit wird der steigende Bedarf durch Importe gedeckt. Somit trägt das Vorhaben zur staatlichen „Make in India“-Initiative bei.

Adani betont „Make in India“-Programm

Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Angesichts des schnellen Wachstums der indischen Mittelschicht importiert Indien nach wie vor große Mengen an Petrochemikalien, was zu einem signifikanten Abfluss wertvoller Devisen führt. Unsere Partnerschaft mit BASF ist ein wichtiger Fortschritt für das „Make in India“-Programm, da sie uns befähigt, einige der Chemikalien entlang der C3-Wertschöpfungskette, die wir derzeit importieren, selbst herzustellen. Die Infrastruktur von Mundra ist ideal für die Produktion von Chemikalien. Hinzu kommt, dass wir in der Lage sind, die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen bereitzustellen. Dies macht die Zusammenarbeit in vielerlei Hinsicht einzigartig.“

Betrieb der Anlage durch erneuerbare Energien

„Das Vorhaben von BASF, in einen bedeutenden neuen Standort für die Acryl-Wertschöpfungskette in Indien zu investieren, unterstreicht unsere starke und langfristige Verbundenheit mit unseren indischen Abnehmern. Durch die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Energie aus erneuerbaren Quellen wären wir gleichzeitig in der Lage, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren“, sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstandes der BASF.
Im Einklang mit der klimaneutralen Wachstumsstrategie der BASF wäre der Chemiestandort in Mundra die erste CO2-neutrale Produktionsstätte des Konzerns. Die Unternehmen haben ein Gesamtkonzept entwickelt, das neue Technologien und die vollständige Versorgung des Standorts mit erneuerbarer Energie beinhaltet. Daher plant der deutsche Konzern über die in der Absichtserklärung dargelegte Investition hinaus, sich mit einer Minderheit an einem gemeinsamen Wind- und Solarpark zu beteiligen. (sf)