Darüber hinaus verfolgt der Cluster mit der Teilnahme an der Interplastica (Stand 23B32) das Ziel, die Märkte und die Abnehmerbranchen seiner Exporte zu diversifizieren, die sich derzeit hauptsächlich auf den Automobilsektor konzentrieren. Russland mit seinen 150 Millionen Konsumenten ist ein strategischer Markt für die portugiesische Formenbau-Industrie, da das Produktionsvolumen von Kunststoffteilen, die in die Automobil-, Verpackungs-, Elektro- und Elektronikindustrie sowie in die Medizinprodukteindustrie eingesetzt werden, stark wächst.
Der portugiesische Cluster Engineering & Tooling wird von Pool-Net – Portuguese Tooling & Plastics Network koordiniert. Dieser 2008 gegründete Verband ist für die Zusammenführung der Maschinen- und Werkzeugindustrie in Portugal verantwortlich und fördert die Integration dieser industriellen, technologischen und wissenschaftlichen Gemeinschaft, deren Interessengruppen hauptsächlich in Marinha Grande und Oliveira de Azeméis ansässig sind. Der portugiesische Cluster bietet umfassende Lösungen für global tätige Kunden, darunter OEMs wie etwa Renault, Volvo, VW, Audi, Nissan, Toyota, Porsche, Mercedes, GM, oder BMW. Die Unternehmen sehen sich als „One-Stop-Shop“, der die gesamte Wertschöpfungskette vom Design, dem Product Engineering und Prtototyping über den Formenbau bis hin zur Produktherstellung abdeckt.
Portugal ist das weltweit achtgrößte Land im Bereich Formenbau und exportiert derzeit über 85 Prozent der Produktion in 86 Länder. Im Jahr 2017 erreichte der Werkzeugexport einen Wert von 675 Mio. EUR. Sowohl der Export als auch die Beschäftigung haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Europa ist die wichtigste Exportzone, obwohl die Exporte nach Nordamerika und Mexiko zugenommen haben. Die Branche hat in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in moderne Technologien und Prozesse getätigt, insbesondere in neue fünfachsige Maschinen, Software, papierlose Produktion, Lean Management und Automatisierungseinrichtungen. Einige Unternehmen haben auch stark in neue, moderne Gebäude und Arbeitsumgebungen investiert, um hochqualifizierte Fachkräfte zu akquirieren. Darüber hinaus arbeiten die Clusterunternehmen daran, Herausforderungen in weiteren Bereichen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und der Null-Fehler-Produktion zu meistern.