Der Chemiekonzern BASF ist in China bereits an zahlreichen Standorten vertreten und beschäftigt dort fast 9.000 Mitarbeiter. (Bildquelle: BASF)

Der Chemiekonzern BASF ist in China bereits an zahlreichen Standorten vertreten und beschäftigt dort fast 9.000 Mitarbeiter. (Bildquelle: BASF)

Martin Brudermüller führt aus, dass der Anteil Chinas an der weltweiten Chemieproduktion bis zum Jahr 2030 auf rund 50 Prozent ansteigen wird. In der Chemie sehen die Provinzbehörden von Guangdong eine treibende Kraft für viele weiterverarbeitende Industrien. Der neue integrierte BASF-Verbundstandort werde einen Beitrag zum industriellen Wandel in Guangdong leisten.

Verbundstandort arbeitet ressourcenschonend

Die Rahmenvereinbarung sieht vor, dass grundlegende Konzepte der Kreislaufwirtschaft am neuen Verbundstandort Zhanjiang Anwendung finden, um Kunden in der Region mit nachhaltig hergestellten Produkten zu versorgen. Ein Verbundstandort arbeitet ressourcenschonend, indem Abfall- und Nebenprodukte als Rohstoffe genutzt werden. Für den neuen Standort wird ein Smart-
Manufacturing-Konzept auf Basis weltweit führender Technologien entwickelt, die die Ressourcen- und Energieeffizienz erhöhen und Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren. Rund neun Quadratkilometer Fläche werden für das Projekt genutzt.
Die Stadt Zhanjiang liegt im Zentrum von Guangdongs Südwesten. Der neue BASF-Verbundstandort wird von Zhanjiangs natürlichen Ressourcen ebenso profitieren wie vom Tiefseehafen, von hervorragenden Verkehrsanbindungen und engagierten Arbeitskräften, aber auch vom kulturellen Erbe der Stadt und ihrem Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung.

Vollständig im Besitz der BASF

Die Investitionssumme bis zum Abschluss des – schrittweise umzusetzenden – Projekts wird auf insgesamt bis zu 10 Mrd. USD geschätzt. Das Projekt umfasst einen vollständig im Besitz der BASF befindlichen Steamcracker mit einer geplanten Ethylen-Produktionskapazität von 1 Mio. Tonnen pro Jahr sowie verschiedene Anlagen für verbrauchernahe Produkte und Lösungen.
Weltweit betreibt BASF derzeit sechs Verbundstandorte: zwei in Europa (Ludwigshafen/Deutschland, Antwerpen/Belgien), zwei in Nordamerika (Freeport/Texas, Geismar/Louisiana) und zwei in Asien. Der im Jahr 2000 gegründete Verbundstandort in Nanjing/China ist ein 50:50-Joint Venture mit Sinopec, der 1997 gegründete in Kuantan/Malaysia ein 60:40-Joint-Venture mit Petronas.