Flaschenöffner links ohne und rechts mit variothermer Werkzeugtemperierung gefertigt. (Bildquelle: Simone Fischer/Redaktion Plastverarbeiter)

Flaschenöffner links ohne und rechts mit variothermer Werkzeugtemperierung gefertigt. (Bildquelle: Simone Fischer/Redaktion Plastverarbeiter)

Auf der Fakuma präsentierte Linde, Unterschleißheim, das Plastinum Foam Injection Moulding Verfahren, das die Vorteile chemischer und physikalischer Schäumprozesse beim Spritzguss verbindet. Das getrocknete Granulat wird vor dem Spritzgießprozess mit Kohlendioxid (CO2) imprägniert. Das CO2 sorgt dafür, dass die Teile dimensionsstabil sind und minimiert Einfallstellen sowie Verzug. Geometrie- und werkstoffabhängig sind laut Hersteller Gewichtseinsparungen von bis zu 60 Prozent möglich. Bei dem auf der Messe gezeigten Flaschenöffner lag die Gewichtsreduktion bei etwa 8 Prozent. Der Plastinum Perfoamer kann an bestehende Anlagen nachgerüstet werden. Die durch das Gas hervorgerufenen Schäumstrukturen werden bei Sichtbauteilen durch variotherme Werkzeugtemperierung oder Gasgegendruck ausgeglichen. Seriennah wurde das Verfahren bereits für diverse Bauteile aus der Automobilindustrie, an Lichtschaltern und Verpackungen getestet. Das erste mit dieser Technologie hergestellte Produkt steht laut Linde kurz vor der Markteinführung.