Avery Dennison übernimmt Europageschäft von Mactac

(Bildquelle: Gordon Bussiek – stock.adobe.com)

Hauptgeschäftsführer des GKV, Dr. Oliver Möllenstädt führt an: „Grundsätzlich begrüßen wir Aktivitäten, die auf eine Vermeidung von Kunststoffabfällen gerichtet sind. Der 5-Punkte-Plan der Bundesumweltministerin beinhaltet geeignete und weniger geeignete Maßnahmen.“ Die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten zu stärken und auf Overpackaging von beispielsweise Obst- und Gemüse zu verzichten, begrüßen die Kunststoffverarbeiter. Verbote einzelner Einwegartikel oder eine Kennzeichnungspflicht für Einweg- und Mehrwegprodukte aus Kunststoff hingegen sieht die Kunststoff verarbeitende Industrie kritisch. „Es besteht das Risiko, dass Verbraucherinnen und Verbrauchern ökologische Vorteile suggeriert werden, wo diese möglicherweise nicht vorhanden sind“, sagt GKV-Hauptgeschäftsführer Möllenstädt. Mehrwegverpackungen seien nicht per se gegenüber Einwegverpackungen ökologisch vorteilhaft. Genauso wenig wie die Kunststofftragetasche gegenüber der Papiertragetasche in jedem Fall ökologisch nachteilig sei.

Die gleichzeitig gestartete Kampagne des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit dem Titel „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ kritisiert die Kunststoff verarbeitende Industrie. „Das Bundesministerium macht vor allem Reklame für Vorhaben und Maßnahmen mit fragwürdigem Nutzen. Eine Kampagne mit dem Ziel der Information von Verbraucherinnen und Verbraucher über einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen wäre der Thematik angemessener“, so Möllenstädt. (sf)