(Bildquelle: Schall/Sebastian Hauenstein)

(Bildquelle: Schall/Sebastian Hauenstein)

Die Technologiewende in der Kunststoffverarbeitung scheint zu gelingen: Neue Werkstoffe, effizientere Fertigungsverfahren, 3D- und 4D-Druck-Alternativen, digitalisierte und automatisierte Produktionslösungen, weniger Energieverbrauch der Maschinen und Anlagen, sind nur einige Stellschrauben, an denen Kunststoffverarbeiter heute drehen müssen.

Aussteller der Fakuma haben Circular Economy im Blick

Auch das Thema Nachhaltigkeit mit den Aspekten des Recyclings von Kunststoffen, Materialeinsparung und Bio-Werkstoffen kam auf der diesjährigen Messe mehr denn je zur Sprache. Denn immer vielschichtiger werden die Anforderungen der Kunststoffabnehmer wie beispielsweise der Automobilindustrie sowie der Konsumgüter- und Verpackungshersteller. Die Aussteller zeigten, dass sie den neuen, vielschichtigen Herausforderungen gewachsen sind. Dazu zählt auch die Herstellung bezahlbarer und gleichzeitig robuster Leichtbaustrukturen, die ebenso präsentiert wurden, wie ein breites Portfolio an neuen Werkstoffen. Neue Maschinen, angepasste Werkzeuge, integrierte Qualitätssicherung, regelbare hydraulische oder zunehmend elektrische Antriebe, und nicht zu vergessen vernetzungs- und damit kommunikationsfähige Steuerungen samt Software. Die Kunststoffbranche wird immer digitaler, was sich nicht zuletzt in der großen Nachfrage nach Industrie 4.0-fähigen Anlagen und Systemen zeigte.

Messegelände voll ausgebucht

Fachbesucher aus aller Welt informierten sich über die aktuellen Trends der Kunststoffbranche (Bildquelle: Schall/Sebastian Hauenstein)

Fachbesucher aus aller Welt informierten sich über die aktuellen Trends der Kunststoffbranche (Bildquelle: Schall/Sebastian Hauenstein)

Das Messezentrum in Friedrichshafen war erneut komplett ausgebucht. Der Anteil ausländischer Hersteller und Anbieter lag in diesem Jahr bei mehr als 42 Prozent. Die Internationalität steigt seit Jahren. Nicht zuletzt der Hype um die additive Fertigung rief mehr Anbieter aus allen Teilen der Erde an den Bodensee.

Mit 47.650 Fachbesuchern aus 126 Ländern nimmt die Fakuma in der Fachwelt einen hohen Stellenwert ein, obgleich im Vorfeld mehr als 48.000 Besucher erwartet worden waren. Seitens der Aussteller war man sich einig: Die Expertise der Besucher sei hoch, die Fachgespräche von hoher Qualität. Demnach äußerten sich die teilnehmenden Firmen positiv und mehr als zufrieden.

Fachkräftemangel bremst

Das wirtschaftliche Wachstum der Kunststoff verarbeitenden Branchen wird auch gebremst durch den akuten Fachkräftemangel. So werden Messen zunehmend auch für die Gewinnung qualifizierten Personals genutzt. Eine ideale Gelegenheit, sich fachlich weiterzubilden und sein Netzwerk auszubauen ist das sachorientierte Rahmenprogramm. Die diesjährige Veranstaltungsreihe mit 69 Fachvorträgen bot Besuchern wie ausstellenden Experten die Möglichkeit, sich umfassend über verschiedenste Themen zu informieren. (sf)