Kunststoff-Teile aus Spritzgießformen, die mit der neuen Formendesign-Software entworfen wurden. (Bildquelle: Ran Zhang)

Kunststoff-Teile aus Spritzgießformen, die mit der neuen Formendesign-Software entworfen wurden. (Bildquelle: Ran Zhang)

Das Tool ermöglicht es den Nutzern, Formen für die Erstellung hohler, frei geformter Objekte schnell und einfach zu entwerfen. Damit eröffnet es Möglichkeiten für kleine Unternehmen und Amateure. Auf der Basis einer 3D-Darstellung analysiert die Software das Objekt und erstellt eine dünne Hülle, die im Wesentlichen eine hohle Version des Objekts ist. Dabei werden kleine Lücken als solide betrachtet. Die Software schlägt dann eine Zerlegung des Objekts in Einzelteile vor, von denen jedes in einer eigenen Gussform erzeugt wird. Auch ist das Programm in der Lage, geringfügige Änderungen am ursprünglichen Design vorzuschlagen. Der Benutzer kann die Zerteilung einfach durch Anklicken anpassen und alle vorgeschlagenen Änderungen akzeptieren oder ablehnen. Ist er zufrieden, erstellt die Software automatisch die Formvorlagen, die dann 3D-gedruckt werden und für das Gießen bereitstehen. Die vom Design-Tool vorgeschlagenen Zerlegungen sind oft überraschend. Der Computer ist in der Lage, Lösungen zu finden die erst auf den zweiten Blick intuitiv sind. Die beiden Hälften des Hasen haben zum Beispiel eine geschwungene, komplizierte Verbindung – für einen Menschen wäre es schwer gewesen, auf diese Lösung zu kommen. Bisherige Designprogramme setzen im Allgemeinen auf gerade Schnitte durch das Objekt. In der Praxis führt dies oft zu einer größeren Anzahl von Einzelteilen sowie zu unnatürlichen Unterteilungen.