„Wir richten Krauss-Maffei konsequent an den Kundenbedürfnissen im Zeitalter der Digitalisierung aus“, erklärte Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe. (Bildquelle: Krauss-Maffei)

„Wir richten Krauss-Maffei konsequent an den Kundenbedürfnissen im Zeitalter der Digitalisierung aus“, erklärte Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe. (Bildquelle: Krauss-Maffei)

Um seine Zwei-Säulen-Geschäftsstrategie umzusetzen, hat Krauss-Maffei bereits im Juli die neue Geschäftseinheit Digital Service Solutions (DSS) gegründet. Sie soll künftig einen substantiellen Anteil am Konzernumsatz beisteuern. Dazu zählt beispielsweise das Maschinen-Mietangebot ‚Rent It‘, das durch die Gebrauchtmaschinen-Plattform Gindumac (an der sich Krauss-Maffei beteiligt hat) ergänzt wird: Es wirkt sich positiv auf die Kalkulation der Leasing-Raten aus. Das Mietmaschinenangebot soll auch davon profitieren, dass Krauss-Maffei Spritzgießmaschinen im mittleren und kleineren Schließkraftbereich ab sofort auf Lager vorhält (für Leasing und Verkauf). Das gilt für die Standard-Spritzgießmaschinen der Baureihen PX, CX- und GX-Baureihe mit Schließkräften von bis zu 6.500 kN sowie für LRX-Linearroboter bis 10 kg Traglast.

Die Zwei-Säulen-Strategie ist zunächst auf fünf Jahre bis zum Jahr 2023 ausgerichtet. Im Februar 2019 wird diese neue Geschäftseinheit an einen neuen Standort in München-Neuaubing umziehen; dort wird derzeit Platz für bis zu 50 Mitarbeiter geschaffen.

Die E-Service-Platform bietet den Maschinenbetreibern zeit- und ortsunabhängig zahlreiche Servicefunktionen wie den Zugang zu maschinenspezifischen Dokumenten, die 3D-Ersatzteilfinder mit direkter Bestellauslösung oder das integrierte Ticket-System. (Bildquelle: Netstal)

Die E-Service-Platform bietet den Maschinenbetreibern zeit- und ortsunabhängig zahlreiche Servicefunktionen wie den Zugang zu maschinenspezifischen Dokumenten, die 3D-Ersatzteilfinder mit direkter Bestellauslösung oder das integrierte Ticket-System. (Bildquelle: Netstal)

Der Ausbau der DSS-Angebote umfasst auch die neue E-Service-Plattform und das Maschinen-Auswertungstool Analytix, die bislang nur für die Maschinen der Marke Netstal angeboten wurden: Sie werden jetzt auf das gesamte Produktangebot der Unternehmensgruppe ausgedehnt. Die E-Service-Plattform bietet den Kunden vielfältige Servicefunktionen wie den Zugang zu maschinenspezifischen Dokumenten, einen 3D-Ersatzteilfinder mit direkter Bestellauslösung oder das integrierte Ticket-System. Dabei hat Krauss-Maffei die Wünsche von Kunden eingeholt und berücksichtigt. Mit dem Auswertungstool Analytix haben die Anwender ihre Maschinen jederzeit und ortsunabhängig im Blick: Sie erhalten automatisierte Auswertungen von Prozessen und Maschinenzuständen. Mit Hilfe dieser Kennzahlen für Stabilität und Produktivität sind negative Trends oder Leistungsabweichungen einzelner Maschinen auf einen Blick erkennbar. „Unsere Kunden wünschen oftmals kein ‚Big Data‘, sondern eine Lösung, mit denen sie quasi morgens am Frühstückstisch ihre Spritzgießmaschine in der Produktion anhand von einfachen Kennzahlen überwachen können, sozusagen eine Spritzgießmaschine für die Hosentasche“, erklärte Nadine Despineux, die Leiterin des Geschäftsbereich DSS. „Und das bieten wir Ihnen mit Analytix“, fügte sie hinzu.

Mit dem Analyse-Werkzeug Analytix erhält der Betreiber von Spritzgießmaschinen automatisierte Auswertungen von Prozessen und Maschinenzuständen anhand denen einfach zu erkennen ist, ob die Produktion reibungslos läuft oder nicht.(Bildquelle: Netstal)

Mit dem Analyse-Werkzeug Analytix erhält der Betreiber von Spritzgießmaschinen automatisierte Auswertungen von Prozessen und Maschinenzuständen anhand denen einfach zu erkennen ist, ob die Produktion reibungslos läuft oder nicht.(Bildquelle: Netstal)

Umsatzwachstum von 1,6 Prozentum

Krauss-Maffei hat in den ersten drei Quartalen 2018 den Auftragseingang um 2,5 % auf 1,05 Milliarden EUR gesteigert. Die Umsätze lagen bei 973 Millionen EUR, ein Umsatzplus von 1,6 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Zahl der Mitarbeiter (einschließlich Auszubildende) im Konzern wuchs seit Ende 2016 um 13 % auf jetzt 5.500 Mitarbeiter Weltweit wurden in diesem Zeitraum 618 neue Stellen geschaffen.

Börsennotierung in China

Die geplante Börsennotierung der Unternehmensgruppe an der Börse in Shanghai soll noch in diesem Jahr genehmigt werden. Derzeit prüfen die chinesischen Behörden den Antrag des KraussMaffei-Mutterkonzerns China National Chemical Corporation. „Der Listing-Prozess läuft nach Plan“, kommentierte Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe. „Wir rechnen damit, dass die chinesische Börsenaufsicht in den kommenden Wochen grünes Licht gibt.“ (dw)