Vor 50 Jahren, im Herbst 1968, begann Milacron – damals ein Hersteller von Fräsmaschinen – mit dem Bau von Spritzgießmaschinen. Im Bild die ersten Serienmaschinen. (Bildquelle: Milacron)

Vor 50 Jahren, im Herbst 1968, begann Milacron – damals ein Hersteller von Fräsmaschinen – mit dem Bau von Spritzgießmaschinen. Im Bild die ersten Serienmaschinen. (Bildquelle: Milacron)

Der neu geschaffene Unternehmensbereich Milacron Plastics Machinery konnte damals schon auf mehr als 80 Jahre Erfahrung im Maschinenbau zurück greifen. So verließ sich das Unternehmen auf ihr internes Know-how, um einen Prototyp für eine Spritzgießmaschine von Grund auf zu konstruieren und zu entwickeln. Die erste Reihe von Spritzgießmaschinen wurde bei der National Plastics Exposition (NPE) in Chicago 1968 vorgestellt. Die erste Serie ging noch im gleichen Jahr an Milacrons Produktionsstandort Oakley in Produktion.

1969 stieg Milacron in das Geschäft für Extrusionsverfahren ein und kaufte zwei österreichische Unternehmen, die sich auf Zweischneckentechnologie für PVC und andere Konstruktionsanwendungen spezialisiert hatten. Drei Jahre danach begann Milacron mit der Herstellung von Extrusionsmaschinen in den Vereinigten Staaten, zusätzlich zu der Fertigung in Österreich.

1970, nur zwei Jahre nach seinem Entreé in die Kunststoffverarbeitungsbranche, baute das Unternehmen seine erste Produktionsstätte für Spritzgießmaschinen in Afton, Ohio. Der ursprünglich knapp 7000 m² umfassende Produktionsstandort wurde 1972 verdoppelt. Heute ist die Afton-Produktionsstätte mit knapp 50.000 m² einer von vielen Standorten, an denen Maschinen für die kunststoffverarbeitende Industrie hergestellt und gewartet werden.

1971 hatte Milacron zusätzlich den Bereich Blasformmaschinen für die kunststoffverarbeitende Industrie evaluiert. Nach einer gemeinsamen Forschungsinitiative mit DuPont entwickelte der Maschinenbauer eine Blasformmaschine, um von der Polyester- oder PET-Technik, die DuPont einige Jahre zuvor geschaffen hatte, zu profitieren.

1983 begann Milacron mit dem japanischen Unternehmen Fanuc, das aus der Fujitsu-Konzern ausgegliedert worden war, eine strategische Partnerschaft, um eine CNC-gesteuerte, voll-elektrische Spritzgießmaschine zu entwickeln. Die Entwicklung dieser Spritzgießmaschinen, die später den Namen Roboshot erhielten, leitete einen Wandel im Bau von Spritzgießmaschinen ein. Seit dieser Zeit vertreibt Milacron auch die Roboshot-Maschinen in Amerika.

Im Lauf der folgenden Jahrzehnte konnte das Unternehmen die Bandbreite seines Produktangebots in der Kunststoffverarbeitung weiter ausbauen. Es folgten mehrere Übernahmen führender Unternehmen in diesem Bereich wie Ferromatik (1993), DME (1996), Uniloy (1998), Mold-Masters (2013) und Kortec (2014).

Milacron begeht sein 50. Jahr in als Zulieferer der Kunststoffverarbeiter mit einer offiziellen Feier für Mitarbeiter im Herbst 2018 und feiert den Beginn der nächsten 50 Jahre mit verschiedenen Aktivitäten und Engagements für Kunden im Jahr 2019.