Vom 1 bis 4. Oktober findet in Portugal die 11. Mould Week statt. Das große Branchentreffen aller Gestehungsbereiche des Werkzeug- und Formenbaus zog beim letzten Mal im Jahr 2016 rund 800 Teilnehmer aus neun Ländern an. (Bildquelle: Pool-Net)

Vom 1 bis 4. Oktober findet in Portugal die 11. Mould Week statt. Das große Branchentreffen aller Gestehungsbereiche des Werkzeug- und Formenbaus zog beim letzten Mal im Jahr 2016 rund 800 Teilnehmer aus neun Ländern an. (Bildquelle: Pool-Net)

Die Mould Week umfasst zahlreiche Seminare, Konferenzen und Workshops mit einer großen nationalen und internationalen Beteiligung. Dabei kommen alle Gestehungsbereiche des Werkzeug- und Formenbaus zusammen, von der Forschung bis zur Produktion. Die Veranstaltung trägt einerseits dazu bei, die Gemeinschaftsmarke ‚Engineering & Tooling from Portugal‘ bekannt zu machen, indem es die Kompetenz der Branchenunternehmen zeigt. Andererseits frischt die Veranstaltung das technische Wissen der Werkzeug- und Formenbauer auf und erlaubt es den Unternehmen, die technischen und wirtschaftlichen Trends zu analysieren. Organisiert wird die Mould Week von vier Organisationen, die dazu die Vereinigung Pool-Net (das portugiesische Werkzeug- und Kunststoff-Netzwerk in Marinha Grande) ins Leben gerufen haben: dem Nationalen Verband für die Formenindustrie (Cefamol), dem Technologiezentrum für die Formenindustrie, Spezialwerkzeuge und Kunststoffe (Centimfe), dem Cluster Engineering & Tooling und dem Open Enterprise Inkubator.

Die Veranstaltungen auf der Mould Week untergliedern sich in mehrere Einzelbereiche: die 2018 Portugal Moulds‘ Conference, die RPD2018 (Rapid Product Development), den Brokerage Event (einschließlich B2B Moulds 2018′), mehrere Seminar-Blöcke zu technischen Themen und zur Forschungs- und Entwicklung sowie Open Houses‘ für Formenbau- und Kunststoffunternehmen.

Mit der RPD2018 wird die Moulds Week eröffnet. Bei diesem technisch-wissenschaftlichen Treffen werden neue industrielle Trends vorgestellt und neue Ideen und Konzepte diskutiert, die das geschäftliche Umfeld der Unternehmen bestimmen – beispielsweise Circular Economy, Intelligent Production, Design for Manufacturing und andere mehr..

Die internationale Portugal Moulds‘ Conference 2018 ist der Ort der Diskussion und Reflexion über die neuen Markttrends. Sie zieht in der Regel die meisten Teilnehmer an. Hauptthemen der Vorträge sind „Internationalisierung und Wettbewerbsfähigkeit“, „Fabrik der Zukunft und Herausforderungen der Weltwirtschaft“, „Kunststoff und die Automobilindustrie in den USA“ sowie „Trends und Herausforderungen in der Formenindustrie“.

Der Brokerage-Event ist eng verbunden mit der RPD; sie ist ein Forum, das auf die Förderung bilateraler Treffen sowie die Präsentation und den Austausch von Bewerbungsmöglichkeiten für Förderprogramme zur Unterstützung von Projekten in der Branche ausgerichtet ist. Neben den Akteuren der Branche werden hier auch die Verantwortlichen des Eureka-Programms vertreten sein.

Kurzportät: Werkzeug- und Formenbau in Portugal

Portugal ist weltweit der achtgrößte Produzent in der Werkzeug- und Formenbauindustrie, und der drittgrößte in Europa. Die Branche umfasst etwa 10.500 Beschäftigte in rund fünfhundert Unternehmen, von denen die meisten in beiden Regionen um Marinha Grande und Oliveira de Azeméis ansässig sind. Die portugiesischen Werkzeug- und Formenbauer wollen wie bislang weiterhin zu den Besten der Welt gehören. Sie sind daher für den technischen Fortschritt aufgeschlossen und haben sich beispielsweise früh mit ‚Industrie 4.0‘ befasst und werden es auch weiterhin tun.

Das Exportvolumen der Branche ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Das Wachstum lag seit 2010 bei insgesamt 103 % (das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich etwa 9 Prozent). Im Jahr 2017 erreichten die Exporte in 93 verschiedene Länder ein Rekordvolumen von mehr als 675 Millionen EUR. Die Hauptabsatzmärkte für portugiesische Formen waren Spanien (22 %), Deutschland (21 %), Frankreich (12 %), die Tschechische Republik (6 %) und Polen (5 %). Darauf folgten die Vereinigten Staaten, Mexiko und das Vereinigte Königreich. Mit der Slowakei und Ungarn waren dann die zehn wichtigsten Zielmärkte vollständig. (dw)