((Bild 1a und 1b bitte zusammen)) Milacron demonstriert die Imflux-Formfüllsteuerung auf einer vollelektrischen Spritzgießmaschine Elektron EVO 155. Sie ist mit einer 2+2-Imflux-Form ausgerüstet und produziert technische Kunststoff-Teile wie hier zu sehen. (Bildquelle: Milacron)

Auf der Messe Fakuma demonstriert Milacron die Formfüllsteuerung Imflux auf einer vollelektrischen Spritzgießmaschine Elektron EVO 155. Sie ist mit einer 2+2-Imflux-Form ausgerüstet und produziert technische Kunststoff-Teile, so wie hier zu sehen. (Bildquelle: Milacron)

Bei M-Powered handelt es sich um ein Portfolio von Beobachtungs-, Analyse- und Support-Diensten für das Spritzgießen, das die US-amerikanische Milacron-Gruppe aus Cincinatti erstmals in Europa vorgestellt. Diese Dienste basieren auf den Maschinendaten und IoT-Techniken. Sie liefern Spitzgießunternehmen Informationen über ihre technischen Betriebsabläufe und künftige Bedürfnisse, sie verbessern die Qualität und Produktivität der Fertigung und optimieren die Maschinenverfügbarkeit. Grundlage dafür sind eine große Zahl von Maschinendaten beziehungsweise Prozessdaten (Big-data-Anwendungen), die dazu erhoben erfasst und verarbeitet werden müssen. Die Spritzgießmaschinen, die für M-Powered befähigt sind, können eine Fernwartung nutzen mit Auswertungen der Gesamtanlageneffektivität (OEE) und Downtime-Analysen sowie Datenerfassung mit Wartungs- und Ersatzteilempfehlungen. M-Powered beinhaltet auch eine umfassende Schnittstellen-Integration (API) als Standard-Setup zusätzlich zur verwendeten Hardware (wie zum Beispiel die Red/Green-Boxen des Herstellers) und die Netzwerksicherheit. Milacron entwickelt das M-Powered-Produktangebot beständig weiter voran; noch in diesem Jahr soll die Erweiterung M-Powered Fingerprint vorgestellt werden.

Formfüllrate wird automatisch angepasst

Mit der Fakuma führt Milacron ein adaptives Echtzeit-Prozesssteuerungsmodul namens Imflux für das Spritzgießen ein und demonstriert diese Steuerungstechnik für die Formfüllung mit einer Spritzgießmaschine auf einer am Messestand. Imflux ermöglicht das Füllen einer Form bei einem niedrigeren, definierten Massedruckprofil. So lässt sich damit eine variable Füllrate realisieren, die sich automatisch an die Teilegeometrie anpasst. Mit dieser patentierten Technik können Spritzgießer ihre Produktivität um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Spritzgießmaschinen steigern, berichtet Milacron. Der Prozess ist für die meisten Spritzgießanwendungen sehr gut geeignet, vor allem aber für Kunststoffe mit breitem Spezifikationsumfang sowie Recyclingmaterial. Die Steuerung für die Formfüllung kann dazu beitragen, dass ein Biokunststoff bei vielen zusätzlichen Anwendungen eingesetzt werden kann.

Demonstriert wird die Imflux-Technik auf einer vollelektrischen Spritzgießmaschine, Modell Elektron EVO 155 von Milacron. Sie ist mit einer 2+2-Imflux-Form ausgerüstet und produziert ein technisches Teil mit einer Zykluszeit von geschätzt 15 Sekunden. Die Fertigungszelle ist mit einem Master-Series-Heißkanalsystem von Mold Masters und einem Tempmaster SeVG+-Regler mit integrierten Temperaturreglern ausgestattet.

Entwickelt wurde Imflux-Technik vom Verbrauchsgüterhersteller Procter & Gamble (P&G), der diese Technik heute mit seiner Tochtergesellschaft namens Imflux vermarktet.

Die neue Kniehebel-Spritzgießmaschine Quantum 180 wird mit der Herstellung eines 2K-Formteils –eines Abziehers – auf der Messe vorgeführt. (Bildquelle: Milacron)

Die neue Kniehebel-Spritzgießmaschine Quantum 180 wird mit der Herstellung eines 2K-Formteils –eines Abziehers – auf der Messe vorgeführt. (Bildquelle: Milacron)

Neue Kniehebel-Spritzgießmaschine Quantum 180

Das neue Modell Quantum 180 verfügt über die neueste Kniehebel-Technik von Milacron und bietet damit einen geringeren Energieverbrauch und kürzere Zykluszeiten bei hoher Präzision und Zuverlässigkeit. Die Spritzgießmaschine ist mit der Endura Touch-Steuerung von Milacron versehen und mit Schließkräften von 30 bis 650 t erhältlich. Die Maschine wird mit der Herstellung eines 2K-Formteils auf der Messe vorgeführt (Anmerkung der Redaktion: Ein Foto der Maschine war bis Redaktionsschluss leider nicht verfügbar). Dazu ist die Maschine ist mit einer sekundären E-Multi-Spritzgießeinheit von Mold Masters, einem Tempmaster-M1-Regler und einer Index-Dreheinheit in Kombination mit einer 2K-Form von Wilhelm Weber (Halle A3, Stand 3302) ausgerüstet. Hergestellt wird ein Abzieher zur Dusch- und Fensterreinigung. Das primäre Einspritzen einer PC/ABS-Mischung erfolgt durch die Quantum-Maschine, das nachfolgende Einspritzen des TPE durch die E-Multi von Mold-Masters. Das Werkzeug mit Indexplattensystem verfügt über einen hydraulisch betriebenen Abstreifer, der die Abzieher vom überspritzten Kern abstreift. Das Gesamtgewicht des Teils beträgt 72 g bei einer Zykluszeit von 50 Sekunden.

Fakuma 2018: Halle B3, Stand 3203