Wrinkled Burlap fabric - use as a Horizontal or Vertical image, lots of texture and detail. Full Frame. (Bildquelle: Composites Europe)

Auch Kunststoffe im Verbunde mit Textilien gehören zum Anwendungsspektrum. (Bildquelle: Composites Europe)

Die Branchen, die die Werkstoffe derzeit in Serie anwenden, sind die Automobilindustrie, das Bauwesen, die Luftfahrt und die Windkraft. Im Maschinenbau werden GFK- oder CFK-Materialien lediglich in kleinem Rahmen eingesetzt. „Derzeit gibt es noch keine hohen Volumina oder großen Serien aber eine Vielzahl unterschiedlicher Nischen mit hohem Potenzial“, heißt es in der Studie „Serienproduktion von hochfesten Faserverbundbauteilen – Perspektiven für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau.“ Diese wurde 2012 von Roland Berger Strategy Consultants und dem VDMA-Forum Composite Technology veröffentlicht. Die Experten prognostizierten ein moderates Wachstum und sahen als Treiber technische Notwendigkeiten sowie Effizienz- und Wirtschaftlichkeitsaspekte.

Maschinenbau als Anwenderindustrie für Composites

Diese Prognose wird durch aktuellere Studien gestützt. Composites Germany hat Anfang des Jahres alle Mitgliedsunternehmen der vier großen Trägerverbände AVK, CCeV, CFK-Valley und VDMA-Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien befragt. Die Ergebnisse sind in der „10. Composites-Markterhebung“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass der Maschinenbau im Verbundwerkstoff-Markt häufiger als eine der Anwenderindustrien benannt ist und maßgebliche Wachstumsimpulse von dort erwartet werden.

Auch die Experten von Carbon Composites schätzen, dass CFK Materialien die Entscheider bei den Anlagen- und Maschinenbauern überzeugen werden. Denn „diese Werkstoffe verschaffen mit ihren Materialeigenschaften dem Maschinenbau viele Vorteile, etwa mit ihrem hohen Innovationspotenzial“, heißt es in einer Marktbetrachtung.

Verbundwerkstoffe werden im Maschinenbau vor allem als Sandwich- und Profilkonstruktionen in Form von CFK-Platten und -Profilen eingesetzt. Diese Halbzeuge werden zunehmend durch Kleben gefügt. Die Bauteile eignen sich für sehr steife Konstruktionen, die selbst dann noch eine hohe Positionier-Genauigkeit zulassen, wenn enorme Beschleunigungskräfte wirken. Durch eine gezielte Faserauswahl und einem entsprechenden Lagenaufbau werden bei sehr geringem Gewicht vorteilhafte E-Module erreicht, die annähernd doppelt so hoch sind wie die von Stahl. CFK-Bauteile lassen sich außerdem auf eine minimale Wärmeausdehnung hin auslegen. (sf)