Die Magnetspannplatten sind für Temperaturen bis 80 °C, 120 °C oder 240 °C konzipiert. (Bildquelle: Römheld Rivi)

Die Magnetspannplatten sind für Temperaturen bis 80 °C, 120 °C oder 240 °C konzipiert. (Bildquelle: Römheld Rivi)

Eingesetzt werden sie seit mehr als einem Jahrzehnt im Spritzguss genauso wie in der Kautschuk-Industrie und an Umformpressen und Stanzanlagen. Dort werden sie selbst für Werkzeuge mit mehreren Tonnen Gewicht verwendet. Die Magnetspannsysteme sind den jeweiligen Anforderungen entsprechend hinsichtlich Größe, Geometrie, Spannkraft und Ausstattung frei gestaltbar. Sie werden kundenspezifisch und in kurzer Zeit aus standardisierten Komponenten gefertigt. Die Magnetspannsysteme funktionieren im Betrieb komplett stromunabhängig. Durch einen wenige Sekunden langen Stromimpuls lassen sich nahezu sämtliche Werkzeuge und Formen aus ferromagnetischen Materialien vollflächig und mit einer hohen Biegesteifigkeit spannen und später wieder lösen. Eine Standardisierung der Werkzeuge ist nicht erforderlich. Die gleichmäßige Verteilung der Spannkraft sorgt für einen geringen Werkzeugverschleiß. Das von Permanentmagneten erzeugte Magnetfeld dringt nur wenige Millimeter tief in die Form ein und führt selbst mehrere Tonnen schwere Werkzeughälften positionsgenau und absolut parallel zusammen. Selbst Formen mit komplexen Geometrien werden exakt und deformationsfrei gespannt. Die Magnetspannsysteme erfüllen die aktuellen Normen DIN EN 201 und DIN EN 289 für Spitzgießmaschinen und Gummipressen. Sie entsprechen den Vorgaben hinsichtlich der relevanten Signale wie Magnetisierung, Stromversorgung, Werkzeugüberwachung und Notstopp auf Ebene der Performancelevels „d“ und „e“. Am Bedienpanel werden Sicherheitssignale und Fehlermeldungen angezeigt.

Halle A1, Stand 1223