Herzstück der Produktionsanlage ist die Hochdruck-Dosiermaschine vom Typ Streamline. Das Dosiersystem ist hier mit einer hydraulischen Mehrstelle ausgestattet. Diese ermöglicht den Anschluss von zwei Mischköpfen innerhalb des Anlagenverbundes. Der erste Mischkopf wird als HP-RTM-Mischkopf verwendet und wird fix an einem Werkzeug innerhalb der Presse angebracht um den Reaktivrohstoff direkt in das geschlossene Werkzeug zu injizieren und somit das Fasergelege infiltrieren zu können. Der zweite Mischkopf ist mit dem bereits erwähnten Breitschlitzverteiler ausgestattet und wird von einem Roboter gesteuert, welcher wiederum den automatisierten Harzauftrag außerhalb der Presse auf ein Fasergelege ermöglicht. Das Austragssystem ist besonders wartungsfreundlich ausgeführt. Beispielsweise wird der Anwender durch einen automatischen Rohstoff-Ausschleusprozess unterstützt, falls die Düse durch ausreagiertes Rohstoffmaterial innerhalb des Düsenkörpers blockiert sein sollte. Durch die Ausführung mit zwei Mischköpfen hat der Anwender die Möglichkeit, innerhalb einer kurzen Umrüstzeit zwischen beiden Technologien zu wechseln und verschiedene Faserverbundbauteile auf einer Anlage zu produzieren. Während das HP-RTM-Verfahren in erster Linie für die Herstellung von komplexen 3D-Bauteilen genutzt wird, zieht man das Nasspressverfahren eher für die effiziente Herstellung von großflächigen und weniger komplexen Faserverbundbauteilen heran. Somit ist innerhalb der Produktion von ein hohes Maß an Flexibilität gewährleistet. Die erfolgreiche Transaktion für die kombinierte Produktionsanlage kam auf der diesjährigen JEC in Paris zustande.