Spritzstreckblasformlinien im Technikum bei R&D/Leverage

Spritzstreckblasformlinien im Technikum bei R&D/Leverage

Auf Werkzeuge für das Spritzstreckblasformen von PET-Flaschen ist R&D/Leverage, Lee`s Summit, Missouri, USA, spezialisiert. Das Unternehmen betreibt in Sutton in Ashfield, Nottinghamshire, Großbritannien, ein Produktlösungslabor. Für die Herstellung von PET-Flaschen muss das Granulat getrocknet werden. Der Werkzeugbauer berichtet, dass eine Umstellung von Adsorptions- auf Vakuumtrockner unter anderem die Trocknungszeit deutlich verkürzt.

Sieben Linien mit neuen Trocknern ausgestattet

„Während die Adsorptionstrockner vier bis sechs Stunden brauchten, um Material zu trocknen, brauchen die LPD-Trockner, vom Hersteller Maguire Products, Aston, USA nach einem Kaltstart nur eine Stunde und 20 Minuten und in nachfolgenden Trocknungszyklen nur noch vierzig Minuten“, sagt Geschäftsführer Alan Tolley. Deshalb tauschte der Werkzeughersteller in seinem Technikum bei sieben Spritzstreckblasformlinien von Nissei ASB und Aoki die Adsorptionstrockner durch LPD-Vakuumtrockner von Maguire Products, aus.

Doch nicht nur das Anlaufen war bei den Adsorptionstrocknern problematisch, sondern auch der Produktwechsel. R&D/Leverage baut Pilotwerkzeuge mit Einzelkavitäten zur Herstellung von Mustern sowie Mehrkavitäten-Werkzeuge für die Fertigung im kommerziellen Maßstab. Die Werkzeuge werden auf den sieben Spritzstreckblaslinien bei Durchsätzen von bis zu 70 kg/h getestet. Typischerweise stehen pro Woche fünf oder sechs Werkzeugwechsel an.

„Die LPD-Trockner geben uns beim Testen unterschiedlicher Kunststoffqualitäten in einem Werkzeug mehr Flexibilität“, erläutert Alan Tolley. „Wir sind kein Werk, das im industriellen Maßstab produziert. Adsorptionstrockner waren daher immer eine Herausforderung für uns und wir hatten Probleme damit, das Material richtig zu trocknen. Das Schlimmste war immer, durch Trocknungsprobleme aufgehalten zu werden, wenn Kunden aus China oder Südamerika zu Besuch waren“.

Mit den LPD-Trockner ist auch eine gute Harzfiltration gegeben, die durch die reduzierten Kontaminationen für mehr Klarheit der Flaschen sorgt. Weiterhin ist eine flexiblere Durchsatzsteuerung für das Einzelkavitäten-Pilotwerkzeug und die Hochkavitäten-Produktionswerkzeuge möglich.

Höheren Rezyklatanteil zudosieren

Fünf der sieben LPD Trockner bei R&D/Leverage (Bildquelle: alle R&D/Leverage)

Fünf der sieben LPD Trockner bei R&D/Leverage (Bildquelle: alle R&D/Leverage)

Neben den sieben LPD-Trocknern hat R&D/Leverage ein zentrales Maguire Dosiergerät Weigh Scale Blender installiert. Dies ist wichtig, weil in der Branche heute vorgeschrieben ist, den Anteil an Recyclingmaterial zu erhöhen. Das Dosiergerät beschickt den Formprozess mit präzise gesteuerten Chargen aus frischem und recyceltem Polymer, Farbstoffen und Additiven. Die meisten Kunden liefern ihr eigenes Material, aus dem R&D/Leverage dann die Musterflaschen herstellt. Das Unternehmen verwendet bis zu zehn verschiedene Farben in unterschiedlichen Anteilen.

Da die LPD-Vakuumtrockner schneller und effizienter als Adsorptionsgeräte trocknen, bedeutet dies geringere Materialbelastung und weniger Wärmehistorie. „Die Vakuumtrockner liefern auf jeden Fall stabileres Material“, meint Alan Tolley. „Früher waren wir dauernd damit beschäftigt, das Trocknungsmittel alle sechs Monate auszutauschen, weil bei unseren Formprozessen so viele Starts und Stopps nötig waren. Damit gingen zusätzliche Kosten und häufigere Wartung einher.“

Erhebliche Energieeinsparungen

„Der Formenbauer sieht mehrere Vorteile im Vakuumtrocknen. Der wichtigste Grund für die Umstellung auf diese Systeme waren jedoch die Energieeinsparungen“, berichtet Paul Edmondson, Geschäftsführer von Maguire Europe.

„Wenn man bedenkt, dass das Trocknen von Polymer 15 Prozent der insgesamt benötigten Prozessenergie eines Kunststoffformers ausmachen kann, ist ein überzeugender Grund für die Verwendung von Vakuumtrocknern, dass sie bis zu 80 Prozent weniger Energie als Adsorptionstrockner verbrauchen“, erklärt Paul Edmondson. „Das Beispiel von R&D/Leverage zeigt zwar, dass die Schnelligkeit und Qualität des Vakuumtrocknens Werkzeugbauern und Laboren enorme Produktivitätsgewinne bieten kann. Diese Vorteile dieser Systeme stehen auch Verarbeitern für ihre Serienproduktion zur Verfügung. Vakuumtrocknen hat das Potenzial das Verfahren für die Granulattrocknung zu werden, da die Nachfrage nach energiesparenden Systemen bei gleichzeitig hoher Produktivität immer bestehen wird.“

 

Fakuma: Halle 3, Stand 3115

 

Kontakt

Maguire Products, Aston, USA,

info@maguire.com

Über den Autor

Robert J. Martino

ist Inhaber der Agentur Martino Communications in Hastings-on-Hudson, USA