Ecoplast Recycling in Wildon, Österreich, verarbeitet jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle und wandelt sie in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate um. (Bildquelle: Borealis)

Ecoplast Recycling in Wildon, Österreich, verarbeitet jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle und wandelt sie in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate um. (Bildquelle: Borealis)

Die Ecoplast Kunststoffrecycling verarbeitet jährlich rund 35.000 Tonnen Post-Cunsumer-Kunststoffabfälle von Haushalten sowie Industrieverbrauchern. Verarbeitet werden diese in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate, die in erster Linie, aber nicht ausschließlich, für den Kunststofffolienmarkt bestimmt sind.

Markt für rezyklierte Polyolefine wächst

Bis 2021 erwartet der Rohstoffanbieter ein Wachstum des Marktes für rezyklierte Polyolefine (PO). Der Polymerhersteller sieht das PO-Recycling als Baustein seiner Gesamtstrategie in diesem Marktsegment. Borealis ist bestrebt, die Eignung von Polyolefinen für die Kreislaufwirtschaft weiter zu verbessern.

Bereits seit 2014 beliefert das Unternehmen die Automobilindustrie mit Werkstofflösungen, die einen Anteil von 20 beziehungsweise 50 Prozent an Post-Consumer-Rezyklaten enthalten. Seit 2016 investiert das Unternehmen laufend in die Entwicklung von Technologien und Produkten im Bereich des Polyolefinkreislaufs.

Erfahrungen übertragen

Borealis arbeitet bereits seit langem mit Ecoplast zusammen. Diese Übernahme war der nächste logische Schritt im Rahmen des Ausbaus der mechanischen Recyclingmöglichkeiten. Das österreichische Recycling-Unternehmen stelle eine wichtige Ergänzung zu einer anderen Borealis-Tochter, der mtm in Deutschland, dar, die ebenfalls Post-Consumer-Polyolefine produziert.

Weiterhin gelte es, gemeinsam Nachhaltigkeitsherausforderungen zu meistern, um zu einem führenden Akteur im Polyolefinrecycling zu werden, so der Borealis’ Vorstandsvorsitzende Alfred Stern. „Darüber hinaus wollen wir die Erfahrungen nutzen, um eine effektive Blaupause für Kunststoffe, die sich am Ende ihrer Nutzungsdauer befinden, zu entwickeln, die in anderen Teilen der Welt angewandt werden kann“, erklärt er. (sf)