Übergabe des Bewilligungsbescheids an die Projektpartner für das Projekt Sense-Skin durch den bayerischen Staatsminister Franz Josef Pschierer (Mitte rechts) und den Präsidenten der Bayerischen Forschungsstiftung, Professor Arndt Bode (Mitte links). (Bildquelle: Neue Materialien Bayreuth)

Übergabe des Bewilligungsbescheids an die Projektpartner für das Projekt Sense-Skin durch den bayerischen Staatsminister Franz Josef Pschierer (Mitte rechts) und den Präsidenten der Bayerischen Forschungsstiftung, Professor Arndt Bode (Mitte links). (Bildquelle: Neue Materialien Bayreuth)

Die Partner wollen in den nächsten drei Jahren eine neuartige Softtouch-Haptik für Bedienelemente entwickeln, insbesondere für den Automobilinnenraum. Kernidee ist dabei das Prinzip ‚Spüren statt Hinsehen‘. Hierzu soll die Bestätigung eines Bedienwunsches, der über einen Druckimpuls in die neue Softtouch-Oberfläche ausgelöst wird, rein haptisch direkt über die Fingerspitze erfolgen. Weitere Anwendungen dieser innovativen Softtouch-Funktionsoberfläche werden in der Medizintechnik sowie in der Luftfahrt und bei Weißer Ware gesehen.

Die Projektpartner von Sense-Skin haben folgende Aufgaben: Hexpol TPE aus Lichtenfels soll für die Anforderungen das passende Material finden; die Universität Bayreuth wird diese Suche durch begleitende Analysen von der Materialentwicklung bis zum Demonstrator unterstützen. Isosport Verbundbauteile aus Eisenstadt in Österreich (als assoziierter Partner) kümmert sich um die Entwicklung der Deckfolie, auf die anschließend die Leiterbahnen gedruckt werden. Dr. Schneider Kunststoffwerke aus Kronach-Neuses übernimmt die Entwicklung des Spritzgießwerkzeugs mit dem Ziel, die Bauteile ohne Nachbearbeitung herstellen zu können. All diese Erkenntnisse fließen in die Entwicklung des optimalen Fertigungsprozesses ein, der von der Neue Materialien Bayreuth aus Bayreuth erforscht wird. Dabei gilt es, einen komplexen Herstellungsprozess zu erarbeiten, bei dem mehrere Folien und Hart- und Weichkomponenten miteinander verbunden werden müssen und gleichzeitig die Funktionalität sichergestellt werden muss. (dw)