Ecoplast Recycling in Wildon, Österreich, verarbeitet jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle und wandelt sie in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate um. (Bildquelle: Borealis)

Ecoplast Recycling verarbeitet derzeit jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle und wandelt sie in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate um. Nach der Kapazitätserhöhung 2019 sollen es 60.000 t jährlich sein. (Bildquelle: Ecoplast Kunststoffrecycling)

Ecoplast-Geschäftsführer Lukas Intemann leitet auch weiterhin die Geschicke des Unternehmens – und setzt auf Wachstum: Der PE-Recycler investiert am Standort zehn Millionen Euro in hochwertige Wasch- und Extrusionsanlagen sowie eine automatische Sortieranlage und erhöht damit die Produktionskapazitäten um 60 Prozent. „Es braucht stärkere Investitionen, internationale Kooperationen und nachhaltige Lösungen, um die europäischen Kunststoffziele erreichen zu können“, betonte Ecoplast-Geschäftsführer Intemann. „Genau deswegen ist der Verkauf an die Borealis AG ein sinnvoller, stimmiger Schritt.“ Nach seiner Einschätzung wird der Kunststoff-Recyclingmarkt in den kommenden Jahren überproportional wachsen. Die EU-weit gesetzlich vorgeschriebene Verwertungsquote wird von derzeit 22,5 Prozent in zwei Schritten bis 2030 auf 55 Prozent erhöht.

„Der Gesetzgeber muss den Markt für Sekundärrohstoffe öffnen. Von Industrie und Handel – sowohl von den Herstellern von Kunststoff-Verpackungen als auch von den Brand Ownern – fordern wir ein verbindliches Bekenntnis zu mehr Recycling!“, sagte Lukas Intemann, Geschäftsführer von Ecoplast Kunststoffrecycling. (Bildquelle: Ecoplast Kunststoffrecycling

„Der Gesetzgeber muss den Markt für Sekundärrohstoffe öffnen. Von Industrie und Handel – sowohl von den Herstellern von Kunststoff-Verpackungen als auch von den Brand Ownern – fordern wir ein verbindliches Bekenntnis zu mehr Recycling!“, sagte Lukas Intemann, Geschäftsführer von Ecoplast Kunststoffrecycling. (Bildquelle: Ecoplast Kunststoffrecycling

Das Recyclingunternehmen verarbeitet jährlich rund 35.000 t Post-Consumer-Kunststoffabfälle von Haushalten und Industrieverbrauchern und wandelt sie in hochwertige LDPE- und HDPE-Rezyklate um. Diese sind hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, für den Kunststoff-Folienmarkt vorgesehen. Borealis-Chief Executive Alfred Stern sagte dazu: „Es ist ein logischer nächster Schritt für uns, unsere mechanischen Recyclingfähigkeiten zu erweitern, die für unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft von entscheidender Bedeutung sind. Borealis möchte ein Anbieter von Kunststofflösungen für die Kreislaufwirtschaft sein und wir sehen Ecoplast als eine wichtige Ergänzung zu Mtm Plastics in Deutschland.“ Mtm Plastics in Niedergebra ist ein Hersteller von Polyolefin-Rezyklaten mit Fokus auf steife Spritzgießlösungen; Borealis hatte das Unternehmen 2016 übernommen. „Die Kernkompetenz von Ecoplast ist das Recycling von flexiblen Materialien aus stark kontaminierten Haushalts- und Gewerbeabfällen in ein Produkt, das für die Dünnschichtproduktion geeignet ist“, erklärte Stern weiter. (dw)