Das Exist-Team mit seinem fachlichen Mentor Prof. Bodo Fiedler (v.l.n.r.): Daniel von Bernstorff, Andreas von Bernstorff, Prof. Dr.-Ing. habil. Bodo Fiedler, Danny Hinz, René Steinrücken. (Bildquelle: TUHH/Exist)

Das Exist-Team mit seinem fachlichen Mentor Prof. Bodo Fiedler (v.l.n.r.): Daniel von Bernstorff, Andreas von Bernstorff, Prof. Dr.-Ing. habil. Bodo Fiedler, Danny Hinz, René Steinrücken. (Bildquelle: TUHH/Exist)

Ziel des Projektes ist die Vermarktung der Systemlösung durch Ausgründung einer Kapitalgesellschaft. Die Idee dazu wurde am Institut für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe der TUHH erarbeitet. Gefördert wird das Vorhaben mit 802.000 EUR durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds. Das vierköpfige Gründerteam besteht aus Materialexperten, IT-Spezialisten und Betriebswirten. Sie glauben an einen wirtschaftliche Erfolg: „Das Potenzial ist da, alleine in Europa umfasst der Markt für dieses Material rund 20 Milliarden Euro“, sagt Daniel von Bernstorff, der Leiter des Projektes.

Das nun entwickelte System setzt bei der Frage an, wie sich Faserverbund-Werkstoffe beziehungsweise daraus hergestellte Faserbund-Bauteile während der Produktion, während ihres Transports und im Einsatz verhalten. Dafür wendet das Gründerteam seine patentierte Sensortechnik an. „Die Handhabung gleicht dem Aufbringen eines intelligenten, doppelseitigen Klebebandes. Die Sensoren verbinden sich chemisch mit den Bauteiloberflächen“, erklärt Danny Hinz, Verantwortlicher für Entwicklung und Anwendung. „Dank der einfachen Applikation wird es erstmals möglich, umfangreiche Sensorik ohne Spezialwissen in Faserverbund-Werkstoffe zu integrieren“. Die Sensoren verbleiben dort zuverlässig jahrzehntelang, auch unter starken Umwelteinflüssen oder großer Belastung. Zudem sind die Sensoren zu jedem Zeitpunkt des Produktlebenszyklus eines Faserverbundbauteils einsetzbar. Daraus entsteht ein umfangreicher Kundennutzen: Verbesserte Bauteilqualität, gesteigerte Ausfallsicherheit, reduzierter Materialeinsatz und optimierte Prozesseffizienz während der Produktionsphase bieten erhöhte Sicherheit bei Einsatz und Kalkulation. (dw)