IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. (Bildquelle: Bitkom)

IoT-Plattformen sind für die Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen die Vernetzung und Interaktion verschiedenster Maschinen, Geräte und Anwendungen im Internet der Dinge. (Bildquelle: Bitkom)

Für immerhin 19 Prozent der Unternehmen sind IoT-Plattformen aktuell und aus heutiger Perspektive auch künftig kein Thema. Wenn solche Plattformen für ein Unternehmen kein Thema sind, liegt der Grund meist in Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und -integrität (58 Prozent). Die Unternehmen fürchten, dass jemand ihre Daten über die Plattform stehlen beziehungsweise unbemerkt verändern kann.

Vier von zehn Nicht-Nutzern von IoT-Plattformen (39 Prozent) geben an, dass ihnen die Kosten zu hoch sind. Auch fehlende personelle Ressourcen (25 Prozent) oder fehlendes Know-how (15 Prozent) sind häufig genannte Gründe. Dabei werden Nutzen und Wert einer IoT-Plattform von fast allen Nicht-Nutzern erkannt (95 Prozent). Auch Anwendungsfälle für IoT-Plattformen gibt es in so gut wie jedem Unternehmen (97 Prozent), in denen solche Plattformen – der Umfrage zufolge – auch künftig kein Thema sind. „In Bezug auf Datensicherheit und Datenintegrität teilen insbesondere kleinere Unternehmen noch viele Vorbehalte, die in den Anfängen der Industrie 4.0 auch viele große Hersteller hatten. Ein Erfahrungsaustausch zwischen kleineren und größeren Unternehmen, zum Beispiel zu Best Practices, kann helfen, Vorbehalte abzubauen und Vertrauen zu schaffen“, sagte der Bitkom-Präsident Achim Berg.

Nutzung von IoT-Plattformen

Von den 43 Prozent der Unternehmen, die bereits eine IoT-Plattform nutzen, setzen 63 Prozent auf  IoT-Plattformen von externen Providern (kurz: Plattform as a Service – PaaS), die restlichen 37 Prozent nutzen selbst programmierte IoT-Plattformen.

Befragt man Unternehmen, weshalb sie ihre IoT-Plattform selbst entwickelt haben, verweisen vier von zehn (41 Prozent) vor allem auf die Möglichkeit, so ein eigenes Ökosystem mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen aufbauen zu können. Beinahe ebenso viele (40 Prozent) haben Sorge, Wertschöpfung zu verlieren, wenn sie externe Provider beauftragen, ihnen eine Plattform zur Verfügung zu stellen. Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und -hoheit spielen für jedes dritte selbstentwickelnde Unternehmen (34 Prozent) eine Rolle. 22 Prozent beklagen zu hohe Kosten für extern eingekaufte Plattformen, 19 Prozent wollen Abhängigkeiten vermeiden und 17 Prozent fehlt grundsätzlich das Vertrauen in die Dienstleister. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) spricht außerdem von einem unübersichtlichen Angebotsmarkt. (dw)