Prozessvisualisierung der Temperier- und Kühlanlagen mit Mess- und Verbrauchswerten in Echtzeit. (Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Prozessvisualisierung der Temperier- und Kühlanlagen mit Mess- und Verbrauchswerten in Echtzeit. (Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Genau dies hat der Kühl- und Temperieranlagenbauer Weinreich Industriekühlung aus Lüdenscheid für seine Kompressorkühlmaschinen, Freikühleranlagen und Temperieranlagen gemacht: Für die Maschinen ist ein Industrie-4.0-Technik-Paket als Option verfügbar. Dabei sind die Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle kundenspezifisch wählbar. „Neben der Störungsanalyse wollen unsere Kunden stets sehen, wann wo wieviel Energie verbraucht wird“, erklärt dazu der Weinreich-Geschäftsführer Guido Schulte.

Bei der Industrie-4.0-Technik geht es aber nicht nur um die Protokollierung der Maschinendaten wie die Leistungsaufnahme sowie Grenzwerte und Schaltzeiten. Die Interaktion der Produktionseinrichtungen mit den Kühl- und Temperieranlagen bietet Möglichkeiten zur Kosteneinsparungen und Sicherung einer gleichbleibenden Produktqualität. Schulte weiter: „Unsere Software kann erkennen, ob eine akute Kühlleistungssteigerung notwendig ist. Die Übermittlung von Ein- oder Ausschaltsignalen der Großverbraucher und die genaue Überwachung von Temperaturen an verschiedenen Orten steuert in der Leitstelle alle notwendigen Schritte, um die Kühlleistung vorausschauend hoch- oder runterzufahren.“

Statusanzeige einer Kältemaschine mit den relevanten Leistungsdaten. Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Statusanzeige einer Kältemaschine mit den relevanten Leistungsdaten. Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Selbstdiagnose für maximale Prozesssicherheit

Die modulare Software erlaubt es, kundenspezifisch Grenzwerte und Parametertunnel zu definieren. Werden diese überschritten, erfolgt automatisch eine Information –  über welchen Weg kann der Betreiber entscheiden. Dies kann per E-Mail aber auch über Industrie-Schnittstellen wie etwa Profibus oder Modbus erfolgen. Auf Wunsch kann auch das Serviceteam von Weinreich auf diese Daten über Fernwartung zugreifen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen oder weitere Schritte einleiten.

Grafische Auswertung des Energieverbrauches des Werkzeugs einer Kühlanlage. (Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Grafische Auswertung des Energieverbrauches des Werkzeugs einer Kühlanlage. (Bildquelle: Weinreich Industriekühlung)

Energiekosten im Blickfeld

Bei steigenden Energiekosten und immer höheren Auit-Vorschriften steht für die Anlagenentwickler bei Weinreich Industriekühlung die CO2-Reduzierung bei maximaler Zuverlässigkeit der Anlage im Vordergrund. Durch frequenzgeregelte Motoren (IEC-3 und IEC-4) und Kältekompressoren reduziert sich der Stromverbrauch der Kühlanlagen drastisch. Die Technik der gleitenden Verflüssigungstemperatur trägt zudem dazu bei, dass sich die Energiekosten einer modernen Kühlanlage trotz steigender Kühlleistung in den letzten 15 Jahren mehr als halbiert haben. Die Anlagen des Herstellers bieten die Anforderung passende CO2-Einspar-Optionen. „Wir sehen häufig bei Kunden, dass wir mit wenigen, gezielten Erweiterungen oder Updates den Energieverbrauch auch bestehender Systeme deutlich senken können. Das geht auch im Zusammenspiel mit Anlagen von Fremdherstellern“, sagt Schulte.

Am Beispiel von klassischen Kompressor-Kühlmaschinen ist dies am einfachsten zu verdeutlichen:

  • Freikühlung
  • Gleitende Verflüssigungstemperatur (GVTe)
  • Frequenzregelung für Kompressoren und Motoren

und als neueste Option

  • Einschalt-Effizienzregelung zur Vermeidung von Stromspitzen und Reduktion der Maximallast im Stromnetz.

Für die Betreiber von Weinreich-Anlagen erhöht die Industrie 4.0-Technik-Option beziehungsweise die Digitalisierung der Maschinen und Anlagen die Produktionssicherheit, macht den Fertigungsprozess transparent und vermindert die Energiekosten.