„Mit dem größten Projekt der Unternehmensgeschichte verbessert Nanogate seine Marktposition im Industriegeschäft und tariert sein Produktportfolio aus“, kommentierte Nanogate-Vorstandschef Ralf Zastrau den Millionenauftrag aus dem USA. (Bildquelle: Nanogate)

„Mit dem größten Projekt der Unternehmensgeschichte verbessert Nanogate seine Marktposition im Industriegeschäft und tariert sein Produktportfolio aus“, kommentierte Nanogate-Vorstandschef Ralf Zastrau den Millionenauftrag aus dem USA. (Bildquelle: Nanogate)

Nanogate verwendet dafür einen hitzebeständigen Kunststoff und ein eigenes PVD-Verfahren zur Metallisierung der Bauteile in Edelstahloptik. Dabei sind verschiedene Oberflächenvarianten wie Easy-to-Clean und Anti-Finger-Print sowie die Integration von Zusatzfunktionen möglich. Die Vermarktung dieser Beschichtungstechnik, die von der Tochtergesellschaft Nanogate Jay Systems in den USA entwickelt wurde, hatte zu Jahresbeginn begonnen.

Ralf Zastrau, CEO des Göttelborner Unternehmens: „Innovative Kunststoffe als Ersatz für Metalle bieten erhebliche Kosten- und Design-Vorteile. Daher verzeichnen wir über den Auftrag hinaus signifikantes Interesse an Edelstahlersatztechnologien, vor allem für Anwendungen in Küche oder Bad, und beabsichtigen, vom weltweiten Marktvolumen im mindestens dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zu profitieren.“

Das Unternehmen sieht in diesem Millionenauftrag außerdem den Durchbruch für diese Oberflächenanwendung als Edelstahlersatz; sie wird damit zur zweiten Säule der Göttelborner neben den bestehenden Chromersatzlösungen unter der Marke N-Metals Design (Metallisierungen für Kunststoffe). Neben Lösungen zum Ersatz von Chrom und Edelstahl entwickelt Nanogate derzeit noch eine dritte Lösung zum Ersatz von Metall durch Kunststoff.

Übernahme von Holzapfel Engineering Team abgeschlossen

Nanogate hat außerdem die Übernahme der Holzapfel Engineering Team (HET) in Böblingen umgesetzt, meldete das begleitende M&A-Beratungshaus Promecon aus Remshalden. Der Spezialist für Oberflächenbeschichtung von Kunststoffen hatte die Übernahme Anfang Mai zu einem Preis im mittleren einstelligen Millionenbereich bekannt gegeben und den Vollzug „in wenigen Wochen“ angekündigt. HET erzielte 2017 einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich bei einer attraktiven Ebitda-Marge. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und die Design-Absicherung von komplexen Kunststoffkomponenten in höchster optischer Qualität spezialisiert. Die von HET begleiteten Anwendungen reichen vom Staubsauger bis zum Premium-Sports-Car und die Bandbreite der Leistungen von der Erarbeitung von Grundkonzepten über das Erstellen von Prototypen bis zur der Ausarbeitung aller zulassungsrelevanten Anforderungen und Vorgaben für die Komponentenhersteller. (dw)