Das neue Firmengebäude von I-Mold in Erbach kostete rund 2 Mio. EUR und bietet genügend Raum für das weitere Wachstum des Unternehmens. (Bildquelle: I-Mold)

Das neue Firmengebäude von I-Mold in Erbach kostete rund 2 Mio. EUR und bietet genügend Raum für das weitere Wachstum des Unternehmens. (Bildquelle: I-Mold)

Rund 150 Gäste – Kunden, Lieferanten, Dienstleister sowie Mitarbeiter und deren Angehörige – feierten am 8. Juni gemeinsam die Einweihung des neuen Firmengebäudes. Insgesamt 620 m² Bürofläche, unter anderem mit sieben CAD-Arbeitsplätzen, und zurzeit 300 m² Hallenfläche bieten jetzt Platz für bis zu 35 Mitarbeiter. Derzeit beschäftigt I-Mold 22 Mitarbeiter und will einen Umsatz von etwa 5 Mio. EUR erzielen. Der Weg zu dieser Zielmarke ging in den vergangenen zwei Jahrzehnten seit der Gründung des Unternehmens stetig und zuweilen auch steil bergauf, wie die Geschäftsführer Thomas Meister und Andy Walter in ihrer Festrede anschaulich beschrieben.

Die Geschäftsführer von I-Mold (v.l.n.r.) auf der Einweihungsfeier: Andy Walter, Bianca Meister und Thomas Meister. (Bildquelle: I-Mold)

Die Geschäftsführer von I-Mold (v.l.n.r.) auf der Einweihungsfeier: Andy Walter, Bianca Meister und Thomas Meister. (Bildquelle: I-Mold)

„Dazu wird auch die neu installierte Schleiferei und Dreherei beitragen, mit der wir die Arbeit unserer externen Fertigungspartner unterstützen und zur Verkürzung der Lieferzeiten beitragen“, sagte Walter. Und Meister ergänzte: „In Kürze werden wir in unserer Fertigungshalle dazu eine Station zur Bearbeitung von Tunnelanguss-Einsätzen und einen Messraum zur Qualitätskontrolle einrichten. Und wir werden 200.000 Euro in ein neues ERP-System investieren. Mit der unmittelbar bevorstehenden Einführung weiterer, neuer Varianten werden wir unser ohnehin schon außergewöhnlich breites Portfolio an Tunnelanguss-Einsätzen nochmals erweitern, und für 2019 ist die Markteinführung einer neuen Generation unserer Servomold Steuerungen geplant.“

Zu den aktuellen Entwicklungen des Unternehmens gehören klein dimensionierte Tunnelanguss-Einsätze für niedrige Schussgewichte, Heißkanaldüsen für geringe Nestabstände, leicht montierbare ,schnelle‘ Hälften sowie Linearantriebe mit sehr geringer Aufbauhöhe für Zahnstangen- und Plattenbewegungen, Schieber und Kernzüge.

Tunnelangusseinsätze: In unterschiedlicher Form und Größe erhältlich ermöglichen diese Einsätze Einsparungen in Formenbau und Spritzguss. (Bildquelle: I-Mold)

Tunnelangusseinsätze: In unterschiedlicher Form und Größe erhältlich ermöglichen diese Einsätze Einsparungen in Formenbau und Spritzguss. (Bildquelle: I-Mold)

Tunnelanguss-Einsätze sind der Grundstein

1998 wird die Firma Exacon im nahegelegenen Mossautal gegründet; deren Zweck war die Konstruktion von Kunststoffteilen und Spritzgießwerkzeugen. Im gleichen Jahr entsteht dort die Produktidee der Tunnelanguss-Einsätze mit entsprechenden Patentanmeldungen. Meister: „Das war der Startschuss.“ Wir konnten die ersten Mitarbeiter einstellen, haben Varianten unserer Tunnelanguss-Einsätze entwickelt und das Patent zum Metall-Spritzgießen von Tunnelanguss-Einsätzen angemeldet. 2004 erfolgte die Umfirmierung zur I-Mold mit dem Firmenmotto ,molding innovations‘ und der erweiterten Ausrichtung auf Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Komponenten für Spritzgießwerkzeuge. Außerdem übernimmt das Unternehmen den Vertrieb der Heatlock Heißkanalsysteme für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Linearantriebe für Zahnstangen- und Plattenbewegungen, Schieber und Kernzüge ermöglichen durch ihre geringer Aufbauhöhe besonders kompakte Werkzeugkonstruktionen. (Bildquelle: I-Mold)

Linearantriebe für Zahnstangen- und Plattenbewegungen, Schieber und Kernzüge ermöglichen durch ihre geringer Aufbauhöhe besonders kompakte Werkzeugkonstruktionen. (Bildquelle: I-Mold)

„In der Folgezeit konnten wir als immer noch junges Unternehmen zwei Branchenführer als OEM-Kunden gewinnen, die unsere Tunnelanguss-Einsätze auch heute noch in Ihrem Produktportfolio einsetzen“, berichtete Walter. „Bis Ende 2008 hatten wir die Zahl der Produktvarianten weiter erhöht, und wir hatten erstmals mehr als 10.000 Einheiten in einem Jahr produziert. Unser Umsatz lag damals bereits bei rund 1,2 Millionen Euro.“

2009 wurde das Produktprogramm erweitert – mit der produktivitätssteigernden Oberflächenbeschichtung Nanomold und Formzubehör. Das Krisenjahr 2009 überstand das Unternehmen ohne größere Einschnitte. 2011 folgte die Gründung der Firma Servomold und die Entwicklung der gleichnamigen Produktreihe servo-elektrischer Antriebe.

Die von I-Mold vertriebenen Heatlock-Heißkanal-Systeme verbinden Qualität mit robustem Aufbau und Kosteneffizienz. (Bildquelle: I-Mold)

Die von I-Mold vertriebenen Heatlock-Heißkanal-Systeme verbinden Qualität mit robustem Aufbau und Kosteneffizienz. (Bildquelle: I-Mold)

Sie helfen den Herstellern von Spritzgießwerkzeugen bei der sauberen und platzsparenden Realisierung von Rotations- und Linearbewegungen. Inzwischen ist ein Netzwerk von 40 Distributoren weltweit für das Unternehmen tätig. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 14, und im Jahr 2015 liegt der Umsatz bei 3,4 Millionen Euro.

2016 wurden die Räumlichkeiten zu knapp für das weitere Wachstum, das Unternehmen entschloss sich zum Neubau auf der grünen Wiese in Erbach. Servomold wird inzwischen als Produktmarke von I-Mold fortgeführt. (dw)