Während der Vortragspausen der zweiten internationalen PIM-Konferenz von Arburg produzierten Spritzgießmaschinen verschiedene PIM-Teile, darunter bionisch optimierte MIM-Kühlkörper für LED-Leuchten. (Bildquelle: Arburg)

Während der Vortragspausen der zweiten internationalen PIM-Konferenz von Arburg produzierten Spritzgießmaschinen verschiedene PIM-Teile, darunter bionisch optimierte MIM-Kühlkörper für LED-Leuchten. (Bildquelle: Arburg)

Weitere Punkte des Veranstaltungsprogramms waren Vorführungen mit Maschinenanwendungen sowie eine Podiumsdiskussion im Kundencenter des Unternehmens. Die Referenten aus Amerika, Europa und Asiengaben differenzierte Einblicke in die Verarbeitung von Metall- und Keramikpulver (MIM, CIM). Zu den Highlights zählten die Vorträge von Prof. Dr. Randall M. German von der San Diego State University in den USA zur Zukunft des Pulverspritzgießens, die Übersicht von Dr. Peng Yu von der South University of Science and Technology of China über die asiatische PIM-Branche und die Ausführungen von Dr. Moritz von Witzleben, Inmatec-Geschäftsführer und Präsident der European Ceramic Society (ECerS), zu den Perspektiven der globalen CIM-Branche. Zudem berichteten Teile- und Materialproduzenten über neueste Entwicklungen. Schunk präsentierte z. B. das Zwei-Komponenten-Spritzgießen von Metallteilen, während BASF seinen neuen EVO-Feedstock vorstellte, der sich durch eine höhere Fließfähigkeit und einen um 50 Prozent verringerten Werkzeug-Aufmaßfaktor auszeichnet. Hartmut Walcher, PIM-Experte bei Arburg, erläuterte am Beispiel von Smartphone-Rückseiten aktuelle Fortschritte in der dynamischen Werkzeugtemperierung.

Bei der PIM-Konferenz beantworteten die Hauptredner im Rahmen der Podiumsdiskussion Fragen der Teilnehmer. Moderiert wurde diese von Stephan Doehler, Bereichsleiter Vertrieb Europa bei Arburg. (Bildquelle: Arburg)

Bei der Konferenz Pulverspritzgießen beantworteten die Hauptredner im Rahmen der Podiumsdiskussion Fragen der Teilnehmer. Moderiert wurde diese von Stephan Doehler, Bereichsleiter Vertrieb Europa bei Arburg. (Bildquelle: Arburg)

Live-Anwendungen für das Pulversprítzgießen im Kundencenter

Um die Potenziale dieser Verarbeitungstechnik live erleben zu können, hatte Arburg zusammen mit Partnern anspruchsvolle Maschinenvorführungen für das Pulverspritzgießen vorbereitet. So produzierten mehrere Allrounder-Spritzgießmaschinen im Arburg-Kundencenter während der Vortragspausen z. B. Turbinenräder aus der Superlegierung PolyMIM Inconel In 718, bionisch optimierte MIM-Kühlkörper für LED-Beleuchtungen aus Catamold 316L, dünnwandige MIM-Rückschalen aus Catamold 316L Plus für Smartphones und CIM-Isolatoren aus Inmapom K3030 für Modelleisenbahnen im Mikroformat.

„Als Pionier im Pulverspritzgießen mit 55 Jahren Erfahrung und Marktführer für dieses Verfahren haben wir mit der zweiten PIM-Konferenz wieder eine exzellente Plattform geschaffen für konstruktive Beiträge und den intensiven Expertenaustausch“, resümierte Stephan Doehler, Bereichsleiter Vertrieb Europa. Doehler leitet das PIM-Team von Arburg seit rund 20 Jahren. Der PIM-Experte Walcher von Arburg betonte, die die Referenten und Teilnehmer seien auch dieses Mal wieder „rundum begeistert von unserer PIM-Konferenz“ gewesen. Die erste Konferenz fand 2013 statt. (dw)