Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe zu den Geschäftsaussichten: „Auch in den nächsten Jahren sehe ich beste Chancen, unsere Expansion in allen drei Unternehmensbereichen organisch und durch Akquisitionen weiter voranzutreiben.“

Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe zu den Geschäftsaussichten: „Auch in den nächsten Jahren sehe ich beste Chancen, unsere Expansion in allen drei Unternehmensbereichen organisch und durch Akquisitionen weiter voranzutreiben.“

„Der Start in das neue Geschäftsjahr 2018 hat unsere Erwartungen nicht in vollem Umfang erfüllt“, sagte Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe. „Für das gesamte Geschäftsjahr sehen wir weiterhin beste Chancen, unsere gesteckten Ziele in nahezu allen Bereichen zu erreichen.“

Im Geschäftsjahr 2017 profitierte der Kunststoffverarbeiter von einer guten Nachfrage in nahezu allen Industrien. „Wachstumstreiber waren die konjunkturell gute Auftragslage, unsere Innovationen und die absolute Fokussierung auf den Kundennutzen“, sagte Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel. „Auch in den nächsten Jahren sehe ich beste Chancen, unsere Expansion in allen drei Unternehmensbereichen organisch und durch Akquisitionen weiter voranzutreiben.“ Zusätzliche Wachstumsimpulse und Effizienzsteigerungen erwartet er von der digitalen Transformation der Unternehmensgruppe.

Geschäftsbilanz in der Unternehmensgruppe

Das Konzernergebnis vor Ertragssteuern (EBT) stieg um 9,1 Mio. EUR, die EBT-Marge ging von 7,6 auf 7,3 Prozent zurück. Maßgeblicher Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen. Sie stiegen um 41,3 Prozent auf 178,7 Mio. EUR. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Modernisierung der weltweiten Kapazitäten. 39 Prozent des Gruppenumsatzes wurden in Deutschland erzielt, 31 Prozent im übrigen Europa. Amerika erzielte einen Umsatzanteil von 20 Prozent und Asien von 10 Prozent.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um 10,4 Prozent auf 9.733, davon 255 Auszubildende. Die Röchling-Gruppe ist weltweit an 88 Standorten präsent: 55 in Europa, 18 in Asien und 15 in Amerika.

Unternehmensbereich Industrial: Wachstum in allen Regionen

Der Umsatz im zweitgrößten Unternehmensbereich Industrial stiegt um 7,7 Prozent auf 737,4 Mio. EUR. „Ausschlaggebend war die starke Nachfrage nach leistungsfähigen Industrie-Kunststoffen“, berichtete Franz Lübbers, im Vorstand der Röchling-Gruppe verantwortlich für den Unternehmensbereich Industrial. „Motor der positiven Entwicklung war die gute Stimmung im Maschinenbau. Darüber hinaus profitierten wir von einer starken Investitionsneigung in der Chemieindustrie und dem Ausbau der regenerativen Energieerzeugung.“

Röchling verbuchte in allen Regionen eine erfreuliche Umsatzentwicklung. Zu den Zuwächsen trug auch die Akquisition der Fischer Kunststoff Präzision in Laupheim bei), eines führenden Zerspaners von Präzisionsteilen und -komponenten aus Kunststoff, bei. Anfang dieses Jahres firmierte das Unternehmen in Röchling Industrial Laupheim um. Die Investitionen des Unternehmensbereichs Industrial betrugen 40,7 Mio. EUR.

Zu den wichtigsten Innovationen des Geschäftsjahres zählt der Unternehmensbereich die Entwicklung dauerhaft antistatischen Gleitwerkstoffen, die ohne den Einsatz von Ruß auskommen. Einsatzgebiete dafür sind Förderanlagen, vor allem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Bei Röchling Medical werden unter anderem Kunststoff-Produkte wie Primärverpackungen für pharmazeutische Produkte unter Reinraumbedingungen in den Klassen C+D/ISO 7+8 hergestellt, montiert und verpackt. (Bildquelle: Röchling)

Bei Röchling Medical wie hier am Standort Neuhaus werden unter anderem Kunststoff-Produkte wie Primärverpackungen für pharmazeutische Produkte unter Reinraumbedingungen in den Klassen C+D/ISO 7+8 hergestellt, montiert und verpackt. (Bildquelle: Röchling)

Unternehmensbereich Automotive: 15,8 Prozent Umsatzplus

Der größte Unternehmensbereich Automotive erzielte im Jahr 2017 ein Umsatzplus von 15,8 Prozent und erreichte damit einen Jahresumsatz von 991 Mio. EUR. Vom Aufwärtstrend profitierten nahezu alle Regionen. Deutliche Zuwächse erzielte Röchling vor allem in Europa. Positiv verlief das Geschäft auch in Asien und in Brasilien. Lediglich in Nordamerika gab der Umsatz etwas nach aufgrund . der Marktberuhigung im Automobilgeschäft.

„Im Unternehmensbereich Automotive haben wir unsere Wachstumsstrategie mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt“, so Erwin Doll, zuständiger Vorstand für den Automobilbereich. Der Schwerpunkt der Investitionen in Höhe von 105 Mio. EUR lag auf dem Neubau bzw. dem Ausbau von Produktionsanlagen. Neue Kunden in den USA und in China

Unternehmensbereich Medical auf Vorjahresniveau

Im kleinsten Unternehmensbereich des Konzerns, Medical, ging der Umsatz um 2,4 % auf 114,4 Mio. EUR zurück. Ausschlaggebend für den Rückgang war die Produktionsverlagerung eines US-amerikanischen Großkunden. Die Akquisition neuer Aufträge konnte den Verlust aber nahezu ausgleichen. Der Geschäftsbereich investierte 32,1 Mio. EUR.

Zu den anspruchsvollsten Produkten des Unternehmensbereiches zählte im Jahr 2017 ein System für die Verabreichung multipartikularer Medikamente (Sympfiny) speziell für Kinder. Diese Medikamente – in Form kleiner Kügelchen – sind mit einer Schicht überzogen, die den Geschmack neutralisiert. Das System stellt Röchling in Kooperation mit HS Design her. Es gewährleistet eine einfache und zuverlässige Abgabe sowie die präzise Dosierung. Darüber hinaus entwickelt und fertigt Röchling in den USA Teile für moderne Operationsinstrumente für die minimal-invasive Chirurgie. Es handelt sich dabei um anspruchsvolle Komponenten und Bauteile in engen Toleranzen mit hoher Oberflächengüte. (dw)