PEEK gilt bei Wirbelsäulenimplantaten als interessante Alternative zu Titan, da es ein knochenähnlichen Modul hat und aufgrund seiner Strahlendurchlässigkeit der bildgebenden Röntgendiagnostik entgegenkommt. Das Polymer ist zudem inert, das heißt es interagiert nicht mit menschlichem Gewebe. Dies stützt zwar seine Biokompatibilität, bedeutet aber auch, dass es von sich aus nicht zum Knochen­wachstum beiträgt. Der Hersteller der Implantate löste dieses Problem durch das Eincompoundieren negativ aufgeladener Zeolithe in das PEEK-Polymer. Der Spezial­polymer-Hersteller verfügt neben seiner Materialkompetenz auch über weitreichende Erfahrung in tech­nischer und regulatorischer Unterstützung für Anwendungen in der Medizintechnik und wurde daher schon frühzeitig in die Entwicklung des ZFUZE-Verbundwerkstoffs einbezogen. Dabei war das PEEK für den Anwender von besonderem Interesse, da seine hohe Fließfähigkeit sowohl den Compoundierprozess als auch das Extrudieren der knochenleitfähigen Implantate erleichtert.