Simulationstests ergaben, dass das PEEK-Polymer dazu beiträgt, den Verschleiß gegenüber einem Metallimplantat – gemessen am Materialverlust – um 50 Prozent reduziert. (Bilquelle: Okani Medical Technology)

Simulationstests ergaben, dass das PEEK-Polymer dazu beiträgt, den Verschleiß gegenüber einem Metallimplantat – gemessen am Materialverlust – um 50 Prozent reduziert. (Bilquelle: Okani Medical Technology)

Den auf der Jahreskonferenz 2018 der Othopaedic Research Society vorgestellten Ergebnissen zufolge zeigt das Implantat – gemessen am Materialverlust über drei Millionen Zyklen – einen um 50 Prozent geringeren Verschleiß als ein vergleichbares Metallimplantat. Zudem konnte man bereits Erfolge dieses Polymers bei Wirbelsäulenimplantaten verzeichnen. Im Gegensatz zu Implantaten aus Kobalt-Chrom- oder Titan­legierungen haben die aus dem PEEK spritzgegossenen Konstruktionen einen ähnlichen Modul, wie das kortikale Knochengewebe, was das Wohlbefinden der Patienten verbessert, eine dauerhaft stabilere Fixierung ermöglicht und die Lebensdauer des Implantats durch den signifikant reduzierten Verschleiß der gesamten Kniegelenksprothese erhöht. „Dank der Spritzgießbarkeit des PEEK-Polymers reduziert sich der Aufwand zur Fertigung größerer Stück­zahlen unserer Implantate auf einen Bruchteil der Zeit und Kosten, die für Metallimplantate erforderlich wären. Bei letzteren kann die Fertigung, einschließlich spanender Bearbeitung und nach­folgendem Polieren, bis zu drei Monate dauern und ist mit potenziell gesundheits- und umweltschädlichen Techniken verbunden“, ergänzt Zhonglin Zhu, Chief Technology Officer des Implantat-Herstellers. Ein weiterer Beweggrund für die Entscheidung zur Zusammenarbeit war die Reputation des Polymerherstellers als Partner von Unternehmen für innovative Medizintechnik.